EU-Kommission stoppt Millionen-Förderung für Venedig-Biennale – Russischer Pavillon als Auslöser.

EU-Kommission stoppt Millionen-Förderung für Venedig-Biennale – Russischer Pavillon als Auslöser
EU-Kommission stoppt Millionen-Förderung für Venedig-Biennale – Russischer Pavillon als Auslöser

Entscheidung der EU-Kommission: Finanzierung der Biennale gestoppt

Nach Angaben von Espreso.tv: Die Europäische Kommission hat beschlossen, die Förderung der Kunstausstellung Venedig-Biennale in Höhe von zwei Millionen Euro auszusetzen. Grund dafür ist die Wiedereröffnung des russischen Pavillons. Diese Maßnahme basiert auf einer rechtlichen Prüfung und einer entsprechenden Empfehlung der Kommission. Der Stopp der Gelder erfolgte bereits am 23. April und hat seither in Kulturkreisen sowie unter Vertretern der EU-Staaten für Diskussionen gesorgt.

Hintergrund der Kontroverse

Der Streit um die Finanzierung entbrannte, nachdem Russland seinen nationalen Pavillon auf der 61. Ausstellung der Biennale zugänglich gemacht hatte. Am 9. Mai wurde der Pavillon dann für die breite Öffentlichkeit wieder geschlossen – ein Schritt, der bei europäischen Kulturvertretern auf Zustimmung stieß. Bereits im März hatten die Kulturminister von 22 EU-Ländern einen Brief an den Biennale-Präsidenten Pietrangelo Buttafuoco verfasst. Darin forderten sie, demokratische Werte bei kulturellen Veranstaltungen zu wahren.

Tetiana Berezhna: 'Europäische Gelder dürfen keine Plattformen unterstützen, die es einem Aggressorstaat ermöglichen, seine Präsenz im internationalen Kulturraum zu normalisieren.'

Berezhna betonte zudem, wie wichtig es sei, demokratische Grundsätze in Kulturinitiativen zu schützen, die von europäischen Steuerzahlern finanziert werden. Auch Thomas Renier unterstrich: 'Kulturelle Veranstaltungen, die aus Steuermitteln der EU finanziert werden, müssen demokratische Werte verteidigen.'

Mit diesem Beschluss sendet die EU-Kommission ein klares Signal: Kulturförderung und demokratische Prinzipien sind untrennbar miteinander verbunden. Zugleich zeigt die Entscheidung, wie die EU auf Staaten reagiert, die eine aggressive Außenpolitik verfolgen. Sie ist Teil einer übergreifenden Strategie, die mehr Verantwortung im Kultursektor einfordert und die grundlegenden Werte der europäischen Identität schützen soll. Angesichts globaler Herausforderungen ist es entscheidend, dass kulturelle Projekte ethische Maßstäbe widerspiegeln und die Grundsätze von Demokratie und Menschenrechten hochhalten.


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