Warum ein Richter des Obersten Gerichtshofs die Sanktionen gegen Poroschenko für rechtswidrig hält.

Warum ein Richter des Obersten Gerichtshofs die Sanktionen gegen Poroschenko für rechtswidrig hält
Warum ein Richter des Obersten Gerichtshofs die Sanktionen gegen Poroschenko für rechtswidrig hält

Sanktionen gegen Petro Poroschenko

Nach Angaben von 5 канал — Політика: Der Richter des Obersten Gerichtshofs, Mychajlo Smokowytsch, hat die Verhängung persönlicher Sanktionen gegen den ehemaligen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko als gesetzeswidrig kritisiert. Seiner Auffassung nach sei die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom 10. Juli 2026, die eine Klage abwies, unrechtmäßig. Smokowytsch weist darauf hin, dass der Staatliche Finanzmonitoring-Dienst der Ukraine seine Befugnisse überschritten habe, da dieser lediglich zur Analyse von Finanztransaktionen berechtigt sei.

Die Sanktionen gegen Poroschenko wurden durch das Dekret des Präsidenten Nr. 81/2025 eingeführt. Smokowytsch betont jedoch, dass die Umstände, die als Grundlage für diese Entscheidung dienten, nicht ausreichend nachgewiesen worden seien.

„Die angeblichen Umstände, die zur Begründung der Entscheidung herangezogen wurden, wurden von Behörden festgestellt, von denen keine aufgrund ihrer Zuständigkeit in der Lage war, diese Informationen zu ermitteln und zu analysieren. Ohne eine rechtmäßige Grundlage für die Vorlage von Vorschlägen entbehren alle nachfolgenden Entscheidungen der Hoheitsträger der Legitimität.“

Mychajlo Smokowytsch

Darüber hinaus habe der Finanzmonitoring-Dienst seine Kompetenzen überschritten, so Smokowytsch: Bei verdächtigen Finanzaktivitäten sei der Dienst verpflichtet, die Unterlagen an die Strafverfolgungsbehörden weiterzuleiten. Das Fehlen einer rechtmäßigen Grundlage für die Entscheidungen gegen Poroschenko stelle daher die Legitimität dieser Sanktionen und das Handeln der staatlichen Stellen infrage.

Die Bedeutung der Rechtsstaatlichkeit

Dieser Fall zeigt, wie wichtig die Einhaltung von Gesetzen und Verfahren bei der Verhängung von Sanktionen ist – insbesondere gegenüber hochrangigen Amtsträgern. Sollte sich die Rechtswidrigkeit des Vorgehens des Finanzmonitoring-Dienstes bestätigen, könnte dies rechtliche Konsequenzen haben und das Vertrauen in staatliche Institutionen erschüttern. Zugleich könnte dies einen Präzedenzfall für andere Sanktionsverfahren und deren gerichtliche Überprüfung schaffen.


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