EU-Kommission prüft Sondergenehmigung für russisches Öl nach Ungarn und Slowakei.
Vorübergehende Öllieferungen aus Russland im Gespräch
Nach Angaben von UATV: Die Europäische Kommission erwägt, Ungarn und der Slowakei eine zeitlich begrenzte Ausnahme zu gewähren, um weiterhin russisches Rohöl beziehen zu können. Hintergrund ist ein Antrag beider Länder, den kroatischen Adria-Pipeline-Anschluss für diese Lieferungen nutzen zu dürfen. Kroatien hat eine entsprechende Transit-Anfrage jedoch bereits abgelehnt.
Sollte die Kommission den Antrag dennoch genehmigen, würde diese Ausnahmeregelung nur bis zur Wiederaufnahme der vollen Kapazität der Druzhba-Pipeline oder bis zum vollständigen EU-Embargo für russisches Öl gelten. Als Auflage müssten Budapest und Bratislava im Dreimonatsrhythmus detailliert über die importierten Mengen berichten. Diese Diskussion verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen bei der europäischen Energiesicherheit.
Herausforderung europäischer Energiepolitik
Der Fall zeigt die komplexen Abwägungen der EU-Energiepolitik, insbesondere bei der Abkehr von russischen Ressourcen. Eine vorübergehende Genehmigung könnte die Versorgungssicherheit in Ungarn und der Slowakei stabilisieren, während die kroatische Ablehnung auf unterschiedliche Positionen innerhalb der Union hinweist.
Das weitere Vorgehen hängt nun von der Entscheidung der EU-Kommission und dem Fortschritt bei der Reparatur der bestehenden Versorgungsinfrastruktur ab.
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