EU-Parlamentspräsidentin: Hilfe für Ukraine ist „knallharte Sicherheitspolitik“ – Orbán blockiert Kredit.
Ungarn und Slowakei stoppen EU-Kredit für Kiew
Nach Angaben von TSN.ua: Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, hat die Unterstützung für die Ukraine als strategische Notwendigkeit und nicht als Wohltätigkeit bezeichnet. Hintergrund ist die Blockade eines milliardenschweren Kredits durch Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Metsola betonte:
„Für uns ist die Unterstützung der Ukraine kein Altruismus, sondern eine knallharte Sicherheitspolitik.“
Am 19. März verhinderten Ungarn und die Slowakei die Freigabe eines Darlehens in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine. Dieser Vorgang stand im Mittelpunkt des EU-Gipfels in Brüssel. EU-Ratspräsident António Costa bewertete das Vorgehen Ungarns als inakzeptablen Verstoß gegen die EU-Regeln.
Als Reaktion auf die Blockade bekräftigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass die Europäische Union der Ukraine dennoch ein Darlehen über 90 Milliarden Euro für den Zeitraum 2026 bis 2028 gewähren werde. Die Unterstützung Kiews bleibe trotz der Entscheidungshürden eine Priorität der EU.
Hürden auf dem Weg zur Finanzhilfe
Der Fall verdeutlicht die Schwierigkeiten, mit denen die Europäische Union bei der Sicherung finanzieller Hilfen für die Ukraine im Krieg konfrontiert ist. Dass einzelne Mitgliedstaaten solche Hilfen blockieren, offenbart tiefe Meinungsverschiedenheiten in der Außen- und Sicherheitspolitik innerhalb der EU. Dennoch zeigt die Union weiterhin ihren Willen, die Ukraine zu unterstützen – was die künftigen Beziehungen zwischen den Mitgliedsstaaten und deren außenpolitische Ausrichtung beeinflussen dürfte.
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