EU drängt auf Termin für die Pipeline 'Druschba' – so reagierte die Ukraine.
Wann fließt wieder Öl durch die 'Druschba'?
Nach Angaben von Novyny.live: Die EU-Spitze hat bei der Ukraine nach einem konkreten Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme der beschädigten 'Druschba'-Pipeline gefragt. Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte, soll die Ukraine nun entsprechende Informationen liefern. In Gesprächen mit der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem Ratspräsidenten António Costa betonte Selenskyj, dass zunächst die technischen Voraussetzungen für eine Reparatur geklärt werden müssten.
Das Unternehmen Naftohaz hatte zuvor angegeben, die Öllieferungen innerhalb von eineinhalb bis zwei Monaten wiederaufnehmen zu können. Selenskyj relativierte diese Einschätzung jedoch: Eine Instandsetzung sei derzeit nur theoretisch möglich. Der Grund liege nicht nur in der Wiederbefüllung der Reservoirs, sondern vor allem in der schwer beschädigten Infrastruktur, die durch Raketenangriffe zerstört wurde.
Ungarische Delegation vor Ort
Am 11. März traf zudem eine ungarische Delegation in der Ukraine ein, um den Zustand der 'Druschba'-Pipeline zu begutachten. Selenskyj gab an, über die genauen Absichten dieser Delegation nicht informiert zu sein. Die Lage bleibt somit unklar, und die EU wartet weiter auf aktuelle Informationen aus Kiew.
Die Wiederaufnahme des Betriebs der 'Druschba' ist von großer Bedeutung für die Energiesicherheit der Ukraine und vieler europäischer Staaten, die auf diese Öllieferungen angewiesen sind. Die durch den Krieg zerstörte Infrastruktur stellt jedoch eine immense Herausforderung dar. Klare Angaben aus der Ukraine sind entscheidend, um die Perspektiven für die Versorgung und die regionalen Energiemärkte einschätzen zu können.
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