Forscher warnen: Klimawandel lässt Menschen biologisch schneller altern.

Forscher warnen: Klimawandel lässt Menschen biologisch schneller altern
Forscher warnen: Klimawandel lässt Menschen biologisch schneller altern

Biologische Uhr tickt schneller: Hitze treibt Alterung voran

Nach Angaben von TSN.ua: Eine Studie der University of Southern California liefert alarmierende Erkenntnisse: Der fortschreitende Klimawandel beschleunigt den biologischen Alterungsprozess beim Menschen. Besonders betroffen sind Personen ab 56 Jahren. Die Untersuchung mit mehr als 3600 Teilnehmern zeigt, dass Menschen in Regionen mit vielen Hitzetagen ein höheres epigenetisches Alter aufweisen. Dieses wird anhand chemischer Markierungen auf der DNA bestimmt und gilt als Maß für die biologische Alterung. Die Epigenetik zeigt, wie Umwelteinflüsse unsere Gene beeinflussen, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern.

Die Ergebnisse belegen, dass die epigenetische Uhr in manchen Fällen bis zu 14 Monate vorgeht. Die Wissenschaftler betonen, dass die Fähigkeit des Körpers, Wärme abzugeben, mit dem Alter nachlässt. Dadurch werden ältere Menschen anfälliger für die negativen Folgen hoher Temperaturen. Über 50% der Seniorinnen und Senioren sind einem erhöhten Risiko für Hitzschläge ausgesetzt, was dringende Schutzmaßnahmen erforderlich macht.

Städte als Hitzeinseln: Gefahr für ältere Generationen

Ein kritischer Faktor ist der sogenannte 'Hitzeinsel'-Effekt in urbanen Gebieten, wo die Temperaturen deutlich über denen im Umland liegen können. Dies verschärft die Risiken für ältere Menschen, die auf Zugang zu Schatten und klimatisierten Räumen angewiesen sind. Angesichts der Studienergebnisse fordern die Forscher, dem Schutz dieser vulnerablen Gruppe im Kontext der globalen Erwärmung deutlich mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Befunde unterstreichen die Dringlichkeit, städtische Infrastrukturen an den Klimawandel anzupassen und sichere Lebensbedingungen für Seniorinnen und Senioren zu schaffen. Mit zunehmender Erderwärmung und mehr Hitzetagen müssen Strategien entwickelt werden, die die Gesundheitsrisiken für diese Bevölkerungsgruppe minimieren. Dazu zählen:

  • Der verbesserte Zugang zu gekühlten öffentlichen Räumen und Wohnungen;
  • Die Einführung von Informations- und Unterstützungsprogrammen für ältere Menschen und ihre Angehörigen;
  • Eine verstärkte städtebauliche und ökologische Politik zur Reduzierung des Hitzeinsel-Effekts.

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