Goldman Sachs warnt: Gaspreise in Europa drohen bei Konflikt um Straße von Hormuz zu explodieren.
Gaspreise könnten drastisch ansteigen
Nach Angaben von TSN.ua: Die Experten von Goldman Sachs rechnen mit einem massiven Anstieg der europäischen Gaspreise, sollte es zu einer Blockade der Straße von Hormuz kommen. Ein solches Szenario könnte sich durch einen Konflikt mit dem Iran ergeben. In einem am 1. März veröffentlichten Bericht prognostizieren die Analysten, dass der Gaspreis dabei um mehr als 100 Euro pro Megawattstunde steigen könnte.
Da etwa ein Fünftel der weltweiten Flüssigerdgas-Lieferungen (LNG) diese strategisch entscheidende Meerenge passiert, hätte eine Unterbrechung schwerwiegende Folgen für den globalen Energiemarkt. Goldman Sachs zufolge könnten die europäischen Gaspreise im Falle von Transitproblemen um bis zu 130 Prozent auf rund 25 US-Dollar pro Million British Thermal Units (MMBtu) klettern. Ein solcher Preissprung würde die Wirtschaft in der Region erheblich belasten.
Folgen für Ölmarkt und Energieversorgung
Neben dem Gasmarkt sehen die Analysten auch den Ölpreis unter Druck: Er könnte auf bis zu 100 US-Dollar pro Barrel steigen. Eine gewisse Entlastung könnte von den USA kommen, wo die LNG-Terminals derzeit nahezu mit voller Kapazität arbeiten und so Lieferengpässe aus anderen Regionen teilweise ausgleichen könnten.
Die Straße von Hormuz ist eine der wichtigsten Schlagadern für den globalen Energiehandel. Jede Störung auf dieser Route hätte daher unmittelbare und spürbare Auswirkungen auf die Märkte. Vor diesem Hintergrund beobachten Marktteilnehmer die Lage in der Region sehr genau und bewerten die Risiken für die europäische Energieversorgung. Die Abhängigkeit von diesem Engpass zeigt die Verwundbarkeit der Lieferketten.
Ein Preisschock bei Gas und Öl infolge von Spannungen in der Straße von Hormuz würde die europäischen Volkswirtschaften vor zusätzliche Herausforderungen stellen – besonders in einer Zeit, in denen die Energiekosten bereits hoch sind. Für Europa unterstreicht diese Warnung erneut die Dringlichkeit, die Energiequellen weiter zu diversifizieren und die Abhängigkeit von einzelnen Versorgungsrouten zu verringern. Die angespannte geopolitische Lage bleibt ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die globalen Energiemärkte.
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