4,5 Millionen Arbeitskräfte fehlen: So will die Regierung die Personalkrise lösen.
Personalmangel in der Ukraine erreicht kritische Ausmaße
Nach Angaben von Novyny.live: Die Ukraine steht vor einem gewaltigen Arbeitskräftemangel. Um die Lücke zu schließen, müssten rund 4,5 Millionen Menschen neu eingestellt werden. Diese Zahl nannte Premierministerin Julia Swyrydenko auf der Konferenz „Bildung der neuen Ukraine“. Sie betonte, dass etwa 75 Prozent der einheimischen Unternehmen unter Personalknappheit leiden – ein deutliches Zeichen für die Schwere der Krise. Die Lage spitzt sich zu, weil viele Fachkräfte ins Ausland abgewandert sind oder im Kriegsdienst stehen.
Was die Regierung unternimmt
Das Wirtschaftsministerium prüft derzeit mehrere interne Maßnahmen, um die Krise zu bewältigen. Konkret werden die Programme „Jewidnowlennja“ (Wiederaufbau) und „JeOSelja“ (Wohnungsbau) ausgeweitet, um neue Perspektiven für die Bevölkerung zu schaffen. Swyrydenko betonte jedoch, dass es nicht nur darum gehe, neue Arbeitskräfte zu gewinnen, sondern auch die ins Ausland abgewanderten Menschen zurückzuholen. Ohne attraktive Angebote im Inland werde dies nicht gelingen.
„Man kann die Menschen nicht mit Gewalt zurückholen. Die staatliche Politik muss daher ausschließlich darauf setzen, neue Chancen und einen angemessenen Lebensstandard in der Heimat zu schaffen.“ – Julia Swyrydenko
Die Premierministerin rief zudem zur Einheit auf:
„Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, erstens die Verbindung nicht zu verlieren und die Gesellschaft nicht zu spalten.“ – Julia SwyrydenkoDie Herausforderung erfordere einen umfassenden Ansatz und den Einsatz verschiedener Ressourcen, um günstige Bedingungen für die Rückkehr der Bürger zu schaffen und die Bedürfnisse der Wirtschaft zu decken.
Die Personalkrise in der Ukraine zeigt, dass Staat und Unternehmen dringend handeln müssen, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Die Gewinnung einer großen Zahl von Arbeitskräften könnte entscheidend für den wirtschaftlichen Aufschwung sein, insbesondere im Wiederaufbau nach dem Krieg. Verbesserte Lebensbedingungen und neue Perspektiven für Rückkehrer könnten die gesamte Wirtschaftsleistung des Landes spürbar stärken.
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