Chef der ungarischen Gemeinde in Kiew widerspricht Behauptungen über Diskriminierung: „Anita Orban lügt“.

Chef der ungarischen Gemeinde in Kiew widerspricht Behauptungen über Diskriminierung: „Anita Orban lügt“
Chef der ungarischen Gemeinde in Kiew widerspricht Behauptungen über Diskriminierung: „Anita Orban lügt“

Stellungnahme von Tibor Tompa zur Lage der ungarischen Minderheit in der Ukraine

Nach Angaben von Espreso.tv: Der Vorsitzende der ungarischen Gemeinschaft in Kiew, Tibor Tompa, hat sich zu den aktuellen Vorwürfen bezüglich der Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine geäußert. Er stellte klar, dass es keine Unterdrückung von Ungarn gebe – trotz anderslautender Aussagen ungarischer Politiker.

„Es gibt keinerlei Diskriminierung von Ungarn oder der ungarischen Gemeinschaft in der Ukraine“
, erklärte er als Reaktion auf jüngste Äußerungen, insbesondere von Anita Orban, der ungarischen Außenministerin, die im Februar und März dieses Jahres über die Rechte nationaler Minderheiten in der Ukraine gesprochen hatte.

Tibor Tompa betonte, dass die verbreiteten Informationen nicht der Realität entsprächen. Die Situation der ungarischen Minderheit in der Ukraine sei stabil, und die Ungarn im Land verspürten keine Benachteiligung. Zudem wies er darauf hin, dass der Vorsitzende der Gesellschaft der Ungarn in Transkarpatien seit etwa fünf Jahren nicht mehr in die Ukraine gereist sei. Dies deute darauf hin, dass die aus Ungarn kommenden Informationen einer Überprüfung bedürften. Es ist bemerkenswert, dass Tompa damit die Glaubwürdigkeit der offiziellen ungarischen Darstellung infrage stellt.

Forderungen der ungarischen Seite und weiterer Dialog

Der ungarische Premierminister Peter Magyar hat seine Bereitschaft zu einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bekundet – allerdings nur unter der Bedingung, dass bestimmte Forderungen bezüglich der ungarischen nationalen Minderheit erfüllt werden. Diese Forderungen sind weiterhin Gegenstand von Beratungen, und ihre Erfüllung könnte die Grundlage für einen fortgesetzten Dialog zwischen den Ländern bilden. In diesem Zusammenhang bemerkte Tibor Tompa:

„Anita Orban lügt oder ist falsch informiert“
, womit er die Diskrepanz zwischen ihren Aussagen und der tatsächlichen Lage unterstrich.

Die Frage der Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine bleibt somit ein kontroverses Thema, das weiterer Diskussionen und eines Dialogs zwischen der ukrainischen und der ungarischen Seite bedarf. Angesichts des sich wandelnden politischen Kontexts und der bilateralen Beziehungen ist es wichtig, dass beide Seiten eine gemeinsame Basis finden, um drängende Fragen im Zusammenhang mit den Rechten nationaler Minderheiten zu klären.


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