Kiewer Ungarn-Chef wirft Transkarpatien mangelnde Ukrainischkenntnisse vor.
Sorge um die ungarische Sprache in der Ukraine
Nach Angaben von Espreso.tv: Tibor Tompa, Vorsitzender der ungarischen Gemeinschaft in Kiew und der Region Kiew, äußerte Besorgnis über die Einschränkung der ungarischen Sprache in der Ukraine. Er kritisierte, dass viele Leiter staatlicher und Bildungseinrichtungen in Transkarpatien kein Ukrainisch beherrschen. Diese Entwicklung stehe im Widerspruch zu den Verpflichtungen der Ukraine gegenüber den Rechten nationaler Minderheiten. Zum Vergleich: In Ungarn werden Menschen ohne Ungarischkenntnisse nicht medizinisch versorgt.
„In Ungarn wird dich niemand behandeln, weder ein Arzt noch sonst jemand, wenn du die ungarische Sprache nicht beherrschst“, betonte Tompa.
Hoffnung auf bessere Beziehungen
Darüber hinaus zeigte sich Tibor Tompa zuversichtlich, dass der gesunde Menschenverstand siegen und die Ukraine den Weg in die Europäische Union fortsetzen werde. Der Machtwechsel in Ungarn eröffne neue Chancen für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Kiew und Budapest. Dies könnte die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit bilden, insbesondere beim Schutz der Rechte nationaler Minderheiten. Die Situation in Transkarpatien erfordere daher dringend Aufmerksamkeit der ukrainischen Behörden.
Die Aussagen von Tibor Tompa spiegeln alarmierende Tendenzen in der Sprachenpolitik wider, die das Verhältnis zur ungarischen Minderheit belasten könnten. Die Gewährleistung von Sprachrechten ist ein zentraler Baustein für die Integration der Ukraine in europäische Strukturen. Eine verbesserte Kooperation zwischen der Ukraine und Ungarn könnte zur Stabilität in der Region beitragen und den Schutz von Minderheitenrechten stärken.
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