Leben auf Europa unwahrscheinlich: Neue Studie deckt den trägen Ozean des Mondes auf.
Nach Angaben von ТСН: Eine neue Analyse der Daten über Europa, einen der größten Monde des Jupiter, deutet darauf hin, dass der Ozean unter seiner eisigen Kruste weniger aktiv sein könnte als bisher angenommen. Forscher haben herausgefunden, dass es am Boden dieses Ozeans an Energie für geologische Prozesse mangelt, die Leben unterstützen könnten.
Europa gilt als vielversprechender Ort für die Suche nach außerirdischen Organismen. Unter einer Eisschicht von 15-25 km haben Wissenschaftler die Existenz eines Ozeans geschätzt, dessen Tiefe 150 km erreichen könnte - das ist mehr als das Volumen aller irdischen Ozeane. Am Boden dieses Ozeans, so die Vorstellungen der Wissenschaftler, sollte eine felsige Mantelstruktur liegen, die den metallischen Kern des Mondes umgibt.
Früher glaubten Wissenschaftler, dass es auf Europa unterseeische Vulkane oder hydrothermale Quellen geben könnte, ähnlich denen, die auf Enceladus entdeckt wurden oder die auf Io aktiv sind. Neuere Forschungen weisen jedoch auf das Gegenteil hin: Der Boden des Europa-Ozeans ist wahrscheinlich fast energiefrei.
„Wenn wir diesen Ozean mit einem unbemannten Unterwasserfahrzeug untersuchen könnten, prognostizieren wir, dass wir keine neuen Risse, aktiven Vulkane oder Wasserfontänen am Meeresboden sehen würden“, sagte der Leiter der Studie, Paul Byrne, Assistenzprofessor an der Washington University in St. Louis. Laut ihm scheint die geologische Aktivität am Boden des Ozeans minimal zu sein.
Gravitative Einflüsse zwischen den Jupitermonden und dem Gasriesen selbst erzeugen Gezeitenwärme, die es Europa teilweise verhindert, vollständig einzufrieren. Dennoch zeigt die Berechnung der Wissenschaftler, dass die gegenwärtige gezeitenbedingte Erwärmung nicht ausreicht, um aktive Geologie am Boden des Ozeans zu bilden.
„Es scheint, dass es einfach an Energie fehlt, um Leben zu unterstützen, zumindest heute“, bemerkte Byrne.
Weitere Forschungen könnten genauere Antworten liefern. NASA plant die Europa Clipper-Mission, um diesen eisigen Mond detailliert zu untersuchen, während die ESA die Juice-Mission entwickelt, die Europa, Callisto und Ganymed erforschen soll. In den kommenden Jahrzehnten hoffen Wissenschaftler, endgültig zu klären, ob diese ferne Welt für Leben geeignet sein könnte.
Es sollte jedoch erwähnt werden, dass parallel dazu Untersuchungen andauern, die zeigen, dass der Mond langsam Teile der Erdatmosphäre absorbiert, und dieser Prozess seit Milliarden von Jahren dank der 'unsichtbaren Straßen', die das Magnetfeld unseres Planeten erzeugt, andauert.
Mit neuen Entdeckungen versuchen Wissenschaftler weiterhin, die Geheimnisse des Europa-Ozeans zu entschlüsseln. Die Missionen der NASA und der ESA könnten wichtige Schritte sein, um nicht nur das Potenzial dieses Mondes für Leben zu verstehen, sondern auch die Natur der geologischen Prozesse, die dort stattfinden.
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