Ab 27. Januar: Ganz Ukraine erhält feste Zeitpläne für Stromabschaltungen.
Stromrationierung nach Stundenplan in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Um die angespannte Versorgungslage zu bewältigen, führt die Ukraine ab dem 27. Januar in allen Regionen feste Zeitpläne für Stromabschaltungen ein. Diese geplanten Unterbrechungen der Stromversorgung gelten landesweit und können täglich von 00:00 bis 23:59 Uhr erfolgen. Auch die Hauptstadtregion Kiew ist betroffen, wo bereits Notabschaltungen praktiziert werden. Diese Maßnahme ist eine direkte Folge der massiven Schäden an der Energieinfrastruktur durch Angriffe.
Die konkrete Umsetzung wird regional unterschiedlich gestaltet. So plant die Oblast Mykolajiw verschiedene Abschaltgruppen mit festen Zeiten, um die Verteilung besser zu organisieren. In der Oblast Saporischschja werden die Stromsperren in fünf Gruppen eingeteilt. Auch die Oblast Tscherkassy setzt auf einen detaillierten Zeitplan, um die Lage im Netz zu stabilisieren.
Die Oblast Sumy passt ihre Pläne an die von der staatlichen Gesellschaft "Ukrenerho" zugewiesenen Stromkontingente an. Dies soll eine effizientere Nutzung der knappen Ressourcen ermöglichen. Die Versorgungssituation bleibt dynamisch; in Charkiw etwa verschärfen Schäden an einer Schule und Wohnhäusern nach einem Angriff die Lage vor Ort zusätzlich.
Diese Regionen sind von den geplanten Abschaltungen betroffen
Die neuen Zeitpläne für Stromsperren werden in der gesamten Ukraine eingeführt, unter anderem in folgenden Oblasten:
- Lwiw
- Riwne
- Tscherniwzi
- Kirowohrad
- Poltawa
- Tschernihiw
- Wolyn
- Winnyzja
- Transkarpatien
- Ternopil
Mit dieser flächendeckenden Maßnahme soll die Stabilität des Energiesystems unter den aktuell extrem schwierigen Bedingungen gesichert werden.
Die Einführung von Stundenplänen ist eine systematische Antwort auf die anhaltende Krise im Energiesektor. Ziel ist es, durch eine vorhersehbare Rationierung die Netzlast zu steuern und einen kompletten Kollaps des Systems zu verhindern. Die enge Abstimmung mit "Ukrenerho" und den lokalen Behörden soll sicherstellen, dass die Pläne den regionalen Gegebenheiten angepasst sind und kritische Infrastruktur soweit wie möglich geschont wird.
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