Aufruf der griechisch-katholischen Bischöfe Polens an die Ukrainer zum Gedenktag der Wolhynien-Tragödie.
Anteilnahme der polnischen griechisch-katholischen Bischöfe
Nach Angaben von Espreso.tv: Die griechisch-katholischen Bischöfe Polens haben den Familien der Opfer der Wolhynien-Tragödie ihr Beileid ausgesprochen. Gleichzeitig fordern sie dazu auf, die Verbrechen zu verurteilen, die von beiden Völkern begangen wurden. Diese Stellungnahme wurde am Vorabend des Gedenktages für die Opfer des Wolhynien-Verbrechens veröffentlicht. Sie trägt die Handschrift von Erzbischof Eugeniusz Popowicz, Bischof Włodzimierz Juszczak, Bischof Arkadiusz Trochanowski und Bischof Mariusz Dmytarko.
Verschärfung des Konflikts
Am 29. Juni jährte sich die Zuspitzung des polnisch-ukrainischen Konflikts – ein wichtiger Hintergrund für die Erklärung der Geistlichen. Darin wird betont, dass
„sowohl die Verbrechen der Ukrainer an Polen als auch die Verbrechen der Polen an Ukrainern verurteilt werden müssen“– ein Hinweis auf die Notwendigkeit von Gerechtigkeit und Erinnerung an die Vergangenheit. Die Bischöfe richteten zudem „Worte des Mitgefühls und Bedauerns an die Familien“, die unter diesen tragischen Ereignissen gelitten haben.
Darüber hinaus riefen die Kardinäle Mykola Bychok, Konrad Krajewski, Kazimierz Nycz, Grzegorz Ryś sowie das Oberhaupt der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, Seliger Swjatoslaw, beide Völker dazu auf,
„den Wortkrieg zu beenden und auf den Weg des Dialogs zurückzukehren“. Diese Erklärung wurde am Gedenktag der Heiligen Apostel Petrus und Paulus in Rom und Kiew veröffentlicht – ein Termin, der die Bedeutung von Versöhnung und Verständigung zwischen Ukrainern und Polen angesichts historischer Differenzen unterstreicht.
Diese Initiative stellt einen wichtigen Schritt hin zur Aussöhnung zwischen dem ukrainischen und dem polnischen Volk dar, insbesondere im Kontext aktueller politischer und sozialer Herausforderungen. Der Aufruf, die Verbrechen beider Seiten zu verurteilen, spiegelt das Streben nach Gerechtigkeit und Erinnerung wider – eine Grundlage für weiteren Dialog und Zusammenarbeit. Angesichts historischer Konflikte können solche Impulse dazu beitragen, die zwischennationalen Beziehungen zu stärken und Spannungen zwischen den Gesellschaften abzubauen. Die Bischöfe erinnern daran, dass Versöhnung ohne die Anerkennung des Leidens aller Betroffenen nicht möglich ist.
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