74 tote Delfine im Schwarzen Meer: Neue Zahlen alarmieren Umweltexperten.
Walsterben im Schwarzen Meer
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Biologe Iwan Rusew, Doktor der Biowissenschaften, meldet den Tod mehrerer Walarten im Schwarzen Meer – betroffen sind die Schweinswale, Gemeine Delfine und Große Tümmler. Ursachen sind militärische Aktivitäten und Umweltprobleme. Laut den von Rusew bereitgestellten Daten wurden innerhalb von zwei Monaten im Nationalen Naturpark ‚Tusliwski-Limane‘ 74 tote Wale gefunden.
Die Schweinswale, eine der betroffenen Arten, stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) mit dem Status EN, was auf eine akute Ausrottungsgefahr hinweist. Nur etwa fünf Prozent der toten Wale werden an den Strand gespült, der Großteil verbleibt im Meer. Umweltschützer schätzen, dass die tatsächliche Zahl der toten Wale im ersten Halbjahr 2023 bei bis zu 20.000 liegen könnte – seit Beginn des groß angelegten Krieges sogar bei über 100.000.
Warum die Delfine sterben
Die Hauptgründe für das Delfinsterben sind:
- Einsatz von Sonargeräten
- chemische Verschmutzung
- Explosionen von Seeminen
„Die letzten zwei Monate waren für die drei Walarten sehr traurig“, erklärte Iwan Rusew.
Er fügte hinzu: „Die Delfine sterben und werden dann von Strömungen und Wellen an unsere Küsten gespült.“ Zugleich widersprach Rusew bestimmten Behauptungen und stellte klar: „Das ist falsch. Solche Informationen beruhen absolut nicht auf wissenschaftlichen Daten.“
Die Lage verdeutlicht, wie wichtig die Überwachung des ökologischen Zustands des Schwarzen Meeres ist und dass Maßnahmen zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Wale ergriffen werden müssen – bedroht durch menschliches Handeln und kriegerische Konflikte. Während des Krieges in der Ukraine gewinnen Umweltprobleme zunehmend an Bedeutung, und ihre Auswirkungen auf die Meeresfauna erfordern dringendes Handeln von Staat und internationalen Organisationen, um die Artenvielfalt zu bewahren. Der Schutz der Wale ist nicht nur aus ökologischer Sicht wichtig, sondern auch für die Gesundheit des gesamten marinen Ökosystems.
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