Rumänische Staatsbürgerschaft für Ukrainer: Wege, Fristen und aktuelle Regelungen.
Voraussetzungen für den Erwerb der rumänischen Staatsangehörigkeit
Nach Angaben von Novyny.live: Ukrainische Staatsangehörige können die rumänische Staatsbürgerschaft unter bestimmten Bedingungen erlangen. Ein zentraler Punkt ist dabei die erforderliche Aufenthaltsdauer im Land. Grundsätzlich muss man sich mindestens acht Jahre rechtmäßig in Rumänien aufgehalten haben, um einen Antrag auf Einbürgerung stellen zu können. Für bestimmte Personengruppen gelten jedoch deutlich verkürzte Fristen.
So reduziert sich die erforderliche Aufenthaltszeit auf nur vier Jahre für anerkannte Flüchtlinge, Staatsangehörige anderer EU-Mitgliedsstaaten, international anerkannte Persönlichkeiten sowie für Ehepartner von rumänischen Staatsbürgern, sofern die Ehe seit mindestens fünf Jahren besteht. Diese Regelungen eröffnen beschleunigte Wege zur Einbürgerung.
Beschleunigte Verfahren und neue gesetzliche Rahmenbedingungen
Ein weiterer, oft schnellerer Weg ist das Verfahren der Wiedereinbürgerung (Repatriierung). Dieses kann bereits innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein und setzt keinen Wohnsitz in Rumänien voraus. Dies ist besonders für Personen mit rumänischen Wurzeln eine interessante Option.
Seit dem 16. Januar 2023 hat sich die rechtliche Lage für Ukrainer zudem grundlegend geändert: Ein neues Gesetz erlaubt nun die mehrfache Staatsbürgerschaft. Wer also die rumänische Staatsangehörigkeit annimmt, muss seine ukrainische nicht mehr aufgeben. Diese Liberalisierung erleichtert die Entscheidung für einen europäischen Pass erheblich und stärkt die Verbindung zur Heimat.
Bei der Planung sollten daher alle drei Aspekte berücksichtigt werden: die individuell geltenden Aufenthaltsfristen, die Möglichkeit der beschleunigten Repatriierung und die neuen ukrainischen Gesetze zur doppelten Staatsbürgerschaft.
Der Erwerb der rumänischen Staatsbürgerschaft kann für viele Ukrainer angesichts der aktuellen Herausforderungen ein wichtiger Schritt sein. Die angepassten Regelungen, die den Status von Geflüchteten und familiäre Bindungen berücksichtigen, machen den Prozess zugänglicher. Dies fördert nicht nur die persönliche Perspektive, sondern auch die Integration in die europäische Gemeinschaft – ein Aspekt von besonderer Bedeutung in der gegenwärtigen Situation.
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