Ukrainischer Geheimdienst befreit Gefangene aus russischer Armee: Tadschike berichtet von „Ticket ohne Rückkehr“.
Befreiungsaktion für russische Kriegsgefangene
Nach Angaben von Espreso.tv: Der militärische Nachrichtendienst der Ukraine (HUR) hat zusammen mit dem Projekt „Ich will leben“ erfolgreich Soldaten evakuiert, die in der russischen Armee gefangen gehalten wurden. Ein befreiter Tadschike, der als ausländischer Kämpfer rekrutiert worden war, gab dabei Einblicke in die Umstände seines Dienstes. Er unterschrieb den Vertrag mit Russland nur, weil ihm die Abschiebung drohte – ein Beispiel für den Druck, unter dem Ausländer in die russischen Streitkräfte geraten.
Ablauf und Ergebnisse der Rettungsmission
Durchgeführt wurde die Operation vom HUR des ukrainischen Verteidigungsministeriums und dem Dritten Armeekorps. Die 66. separate mechanisierte Brigade sicherte die Evakuierung ab. Der befreite Gefangene schilderte zudem, dass ausländische Freiwillige in Russland etwa eine Woche lang vorbereitet werden, bevor sie weitere zwölf Tage auf einem Übungsgelände verbringen. Dies zeigt ein systematisches Vorgehen bei der Einbindung von Ausländern ins Militär.
Bereits im April 2023 gelang der Ukraine eine Operation zur Rückeroberung russischer Stellungen ohne Infanterieeinsatz – ein Beleg für die wachsende Effektivität ihrer militärischen Taktiken.
Der ehemalige Gefangene rief andere dazu auf, sich nicht am Krieg zu beteiligen: „Das ist ein Ticket ohne Rückkehr. Geht nach Hause, arbeitet und schützt euer Leben. Lasst diesen sinnlosen Krieg bleiben.“
Diese Aussage unterstreicht die Gefahr und Perspektivlosigkeit einer Teilnahme am Konflikt für ausländische Staatsbürger.
Die Evakuierungsaktion zeigt die zunehmende Abstimmung zwischen ukrainischen Militärstrukturen und humanitären Initiativen. Die gewonnenen Informationen verdeutlichen die ernste Problematik der Rekrutierung von Ausländern für die russische Armee – eine Entwicklung, die nicht nur die Ukraine, sondern auch die internationale Gemeinschaft betrifft. Der Aufruf des Befreiten könnte ein wichtiges Signal für jene sein, die eine Teilnahme an Kampfhandlungen auf russischer Seite erwägen.
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