Kälte in Cherson: Angriffe auf Heizkraftwerk zwingen Stadt zum Improvisieren.
Russische Angriffe lassen Heizungen in Cherson erkalten
Nach Angaben von TSN.ua: Seit Anfang Dezember 2025 wird das Heizkraftwerk in Cherson von russischen Truppen mit Artillerie und Drohnen angegriffen. Die Folge: Die Anlage steht still, und mehr als 40.500 Haushalte sind ohne Heizung. Ein weiterer schwerer Angriff auf die Wärmeerzeugungsanlage am 17. Dezember verschärfte die Lage der Zivilbevölkerung zusätzlich.
Notfallhilfe für die frierende Bevölkerung
Nach einem erneuten Angriff auf die Heizanlagen am 2. Januar 2026, der auch zu teilweisen Stromausfällen im Dnipro-Bezirk führte, leistet die nationale Öl- und Gasgesellschaft 'Naftohaz' nun Soforthilfe. Der Konzern hat bereits folgende Hilfsgüter in die Stadt gebracht:
- 1000 elektrische Heizgeräte
- 750 Gasheizer inklusive Gasflaschen
In dieser Woche plant die Naftohaz-Gruppe, weitere 950 Gasheizer mit Flaschen zu liefern. Diese Maßnahme soll die Bewohner unterstützen, während die zentrale Wärmeversorgung komplett zusammengebrochen ist. Der Winter in der Ukraine stellt die Menschen jedes Jahr auf eine harte Probe, doch dieser Angriff auf die kritische Infrastruktur trifft sie besonders hart.
Die Situation in Cherson zeigt auf brutale Weise, wie der Krieg die Zivilbevölkerung auch im Winter unmittelbar bedroht. Die Zerstörung lebenswichtiger Versorgungseinrichtungen wird hier zur Waffe. Initiativen wie die Lieferung von Heizgeräten sind ein wichtiger erster Schritt, um das Schlimmste zu verhindern. Eine dauerhafte Lösung erfordert jedoch die sichere Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur – eine enorme Herausforderung unter anhaltendem Beschuss.
Lesen Sie auch
- Erneuter Stromausfall am AKW Saporischschja: 19. Blackout seit Besatzungsbeginn
- Schlüsselbrücke zur Krim zerstört: Russlands Nachschubroute ist gekappt
- Großbrand in russischer Fabrik nach Drohnenangriffen: 2800 Quadratmeter in Flammen
- Falscher Alarm im Pentagon: Evakuierung wegen vermeintlicher Gefahrstoffe
- Tödlicher Unfall in Kiew: Eltern fordern härtere Strafen für Raser
- Anwältin fordert 17.000 Euro Bußgeld und Haft für Temposünder

