Tragödie auf einem Party-Kreuzfahrtschiff in der Türkei: Wie ein Tourist starb und was das Team tat.
Tragödie auf dem "Piratenboot"
Nach Angaben von The Sun: Feierlichkeiten auf Alkohol-Kreuzfahrten versprechen eine sorglose Zeit mit Sonne, Meer und endlosen Partys, doch unter dem Deck verbergen sich weitaus dunklere Realitäten.
Für Naikit Colville endete die Reise auf dem "Piratenboot" in der Türkei mit einer Tragödie, als ihr Vater, Peter Colville, während der Fahrt plötzlich starb. Doch anstatt ihn schnell an Land zu bringen, sagte das Personal zu der schockierten Tochter:
„Er ist tot, er ist nicht mehr da“und deckte seinen Körper mit einem Handtuch zu, bevor es mit den Vorbereitungen für die geplante Schaum-Party fortfuhr. Naikit Colville mit ihrer Schwester Tasha während des Urlaubs in der Türkei vor dem Tod ihres Vaters. SWNS
In ihrem ersten exklusiven Interview nach der Tragödie, die vor neun Wochen geschah, berichtete die 27-jährige Naikit, dass die "starren und verblüfften" Mitarbeiter an Bord zusahen, wie ihr Vater starb, während ihre Kinder und Enkelkinder in der Nähe waren.
Sie äußerte auch Bedenken, dass eine solche Tragödie bei unregulierten Partys auf dem Wasser wieder passieren könnte, wo es keine angemessenen Sicherheitsstandards gibt.
„Ich glaube nicht, dass sich die Menschen bewusst sind, wie gefährlich das sein kann, bis etwas Ähnliches in ihrer Familie passiert“, sagt sie.
Trotz der Tatsache, dass sich jedes Jahr Tausende von Touristen für Partys und Boots-Exkursionen anmelden, ist das, was einst als aufregend galt, jetzt ein hohes Risiko geworden, bei dem die Grenze zwischen Spaß und Gefahr extrem dünn ist.
Eine Nacht in Lissabon
Bei einer der Alkohol-Kreuzfahrten auf dem Junggesellenfest in Lissabon ereignete sich eine weitere Tragödie, die mit einem männlichen „Scherz“ verbunden war. Nishantan Gnananthas wurde von einem Yacht in den Tejo geworfen, wo er mit dem Kopf gegen das Geländer schlug und in das eiskalte Wasser fiel.
Der Gerichtsmediziner stellte fest, dass es sich um „einen Scherz handelte, der schiefging“. Dr. Fiona Wilcox betonte:
„Es war ein absolut tragischer Unfall, der nicht vorhersehbar war“.
Der Leiter der Hafenpolizei, Malakis Dominguez, sagte:
„Es war ein dummer Scherz unter Freunden“.
Diese Geschichte hebt die wachsende Besorgnis über die Kultur von Junggesellen- und Party-Kreuzfahrten hervor, bei denen billiger Alkohol, Konflikte und rituelle Scherze zu Tragödien führen können.
Ursprünge des Sicherheitsproblems
Naikit, 27, berichtete, dass ihr Vater, der 60-jährige Peter Colville, am 27. Juli auf dem "Piratenboot" in Alanya, Türkei, ertrunken ist. Die Familie zahlte über 200 £ für zwei Tickets für die „Luxus-Wasser-Party“, die Unterhaltung, DJs und eine Schaum-Party versprach, sowie zwei Badehaltepunkte.
„Mein Vater war sehr besorgt über die Sicherheit, und ich erinnere mich, dass er, als wir an Bord gingen, bemerkte, dass es seltsam sei, dass niemand die Namen überprüfte, keine Armbänder verteilte oder um eine Haftungserklärung bat“, erinnert sie sich.
Der erste Badestopp fand statt, aber beim zweiten, in der Nähe des Cleopatra-Strandes, beschloss Naikit, nicht wieder ins Wasser zu gehen. In der Zwischenzeit gingen ihr Vater und ihr Schwager, Ben Diamond, schnorcheln, bis Naikit die schrecklichen Schreie hörte.
„Ich schaute ins Wasser und sah das Gesicht meines Vaters schwimmen und Leute, die versuchten, ihn aus dem Wasser zu ziehen“, sagte sie und erklärte, dass als ihr Vater an Bord gebracht wurde, einer der Gäste mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begann.
Trotz der schrecklichen Umstände dauerte die Feier-Kreuzfahrt an. Wie Naikit bemerkte,
„Den anderen Gästen wurde gesagt, 'schade wegen der Verzögerung', und die Party ging weiter“.
Jetzt läuft eine Untersuchung der Todesursache von Peter, da die Ergebnisse der Obduktion keine klare Antwort gegeben haben.
Alamy
Nach Ansicht von Naikit sind sich die Touristen der Risiken, die mit solchen Kreuzfahrten verbunden sind, nicht bewusst. Sie betont: „Wenn ich darüber nachdenke, glaube ich, dass es nicht genügend Crewmitglieder gibt, um die Anzahl der Menschen an Bord zu kontrollieren, die im Wasser schwimmen“.
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