NASA erklärt das Fermi-Paradoxon: Warum Außerirdische nicht Kontakt aufnehmen.

NASA erklärt das Fermi-Paradoxon: Warum Außerirdische nicht Kontakt aufnehmen
NASA erklärt das Fermi-Paradoxon: Warum Außerirdische nicht Kontakt aufnehmen

Nach Angaben von ТСН: Das Fermi-Paradoxon, das den Widerspruch zwischen der hohen Wahrscheinlichkeit der Existenz von außerirdischen Zivilisationen und deren Abwesenheit hervorhebt, bleibt seit vielen Jahren ein Thema für Wissenschaftler. Wenn das Universum so riesig und alt ist, wo sind dann alle? Warum haben wir noch keinen einzigen 'kleinen grünen Mann' getroffen oder wenigstens ihr Funksignal gehört? Auf diese Frage gibt es viele Antworten – von pessimistischen (vielleicht haben sie sich selbst zerstört) bis zu fantastischen (vielleicht sind sie in die digitale Dimension übergegangen). Doch der Wissenschaftler des NASA Goddard Space Flight Center, Robin Corbett, schlägt vor, eine weniger romantische Variante zu betrachten, die er 'radikale Alltäglichkeit' nennt.

Darüber wird in seiner Forschung berichtet, die auf dem Portal arXiv veröffentlicht wurde.

Theorie der kosmischen Langeweile

Corbett vermutet, dass unsere Galaxie viele Lebensformen verbergen könnte, aber diese Zivilisationen werden wahrscheinlich nicht begierig darauf sein, den Sternenraum wie in 'Star Wars' zu erkunden. Der Wissenschaftler glaubt, dass entwickelte Zivilisationen mit einer bestimmten 'Motivationsobergrenze' konfrontiert sind.

Anstatt riesige Dysonsphären um Sterne zu bauen oder Flotten von Raumschiffen in andere Welten zu senden, könnten Außerirdische zu dem Schluss kommen, dass die Kosten und Risiken von Reisen den Aufwand nicht rechtfertigen. Die Logik ist einfach: Jede Expansion erfordert immense Ressourcen und Energie. Wenn eine Zivilisation ein komfortables Lebensniveau erreicht hat, warum sollte sie Billionen für Reisen ausgeben, die nichts grundlegend Neues bringen?

Gewöhnungseffekt

Der Forscher zieht eine Parallele zum biologischen Prozess der Gewöhnung (Habituation), wenn der Organismus nicht mehr auf wiederholte Reize reagiert.

Stellen Sie sich eine Zivilisation vor, die bereits mehrere Nachbarsysteme erkundet hat und dort nur Steine, Gas oder primitive Bakterien gefunden hat. Mit der Zeit schwindet ihre Begeisterung. Hochentwickelte Gesellschaften könnten zu dem Schluss kommen, dass das Universum in allen Ecken mehr oder weniger gleich ist und neue Kontakte keine neuen Kenntnisse oder Technologien bringen werden.

Enttäuschung statt Angst

Folglich deutet Corbetts Theorie darauf hin, dass das Fehlen eines 'WOW!'-Signals nicht bedeutet, dass wir gefürchtet oder zerstört werden möchten. Es könnte bedeuten, dass wir einfach nicht interessant genug sind, um Treibstoff für interstellare Reisen aufzuwenden.

'Die Entdeckung von außerirdischem Leben könnte nicht zu einem enormen Anstieg unseres technologischen Niveaus führen und könnte uns etwas enttäuschen', fasst der Wissenschaftler zusammen.

Das bedeutet, dass selbst wenn wir irgendwann intelligente Wesen finden, sie vielleicht Hausbesitzer sind, die es vorziehen, ihre eigenen Probleme zu lösen, anstatt mit fernen und lauten Nachbarn wie uns zu kommunizieren.

Wir erinnern daran, dass eine internationale Gruppe von Forschern kürzlich erklärt hat, dass sie mathematisch die beliebte Theorie widerlegt hat, dass unser Universum eine riesige Computersimulation sein könnte, ähnlich der im Film 'Die Matrix' dargestellten. Die Wissenschaftler bezeichneten diese Idee, die unter anderem von Elon Musk unterstützt wird, nicht nur als unwahrscheinlich, sondern aus fundamentaler Sicht als unmöglich.

Diese Situation weist auf die Wichtigkeit weiterer Forschungen im Bereich Astronomie und Astrophysik hin, da das Verständnis der Gründe für das Fehlen von Kontakten mit anderen Zivilisationen unser Selbstverständnis im Kontext des Universums verändern kann. Corbetts Schlussfolgerungen eröffnen auch neue Perspektiven für Diskussionen über Motivation und Werte entwickelter Zivilisationen, die möglicherweise überhaupt nicht nach interstellaren Reisen streben.


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