Monte-dei-Paschi-Übernahme: Intesa-Sanpaolo-Aktionäre entscheiden am 21. September.
Die geplante Übernahme der Monte dei Paschi di Siena
Nach Angaben von Мінфін — Крипто/Фінанси: Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo hat offiziell ihr Interesse am Kauf der Monte dei Paschi di Siena bekundet. Dieser Schritt könnte die Eigentümerstruktur des größten Bankhauses Italiens grundlegend verändern. Die Aktionäre von Intesa werden am 21. September zu einer außerordentlichen Versammlung zusammenkommen, um über die Einzelheiten der Transaktion abzustimmen. Sollte die Übernahme gelingen, würde Intesa Sanpaolo seine Vormachtstellung im italienischen Bankensektor weiter ausbauen.
Zur Finanzierung des Deals plant Intesa die Ausgabe von bis zu 5,7 Milliarden neuen Aktien. Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf 30,6 Milliarden Euro, was umgerechnet rund 35 Milliarden US-Dollar entspricht. Zum Zeitpunkt der Ankündigung lag die Marktkapitalisierung der Monte dei Paschi di Siena bei etwa 27,4 Milliarden Euro. Intesa beziffert die prognostizierte Marktkapitalisierung des fusionierten Instituts auf 126 Milliarden Euro und peilt für das Jahr 2029 einen Nettogewinn von 16 Milliarden Euro an.
Die Aktionärsstruktur von Intesa Sanpaolo
Unter den Anteilseignern der Bank nehmen folgende Institutionen Schlüsselrollen ein:
- BlackRock bleibt mit einem Anteil von 5,4 % der größte Einzelaktionär.
- Die Beteiligungsgesellschaft Delfin könnte nach erfolgreichem Abschluss der Übernahme bis zu 4,1 % der Intesa-Aktien halten.
- Das italienische Wirtschaftsministerium würde voraussichtlich 1 % des Kapitals besitzen.
Falls alle Aktionäre das Angebot annehmen, würden die neu ausgegebenen Aktien etwa 21,6 % des gesamten Intesa-Kapitals ausmachen.
Die Transaktion gilt als wegweisend für das italienische Bankensystem, da sie die Marktstellung und die finanziellen Kennzahlen des neu entstehenden Geldhauses nachhaltig verändern könnte.
Durch den Erwerb der Monte dei Paschi di Siena könnte Intesa Sanpaolo die Wettbewerbsfähigkeit des italienischen Bankensektors entscheidend stärken – dank einer verbesserten Marktposition und höherer Kapitalausstattung. Ein positiver Abschluss wäre zudem ein starkes Signal an Investoren und andere Finanzinstitute, das die Stabilität und wachsende Kraft des größten Bankhauses des Landes unterstreicht. Die Ergebnisse dieser Fusion könnten in der Folge als Maßstab für andere europäische Banken dienen, die angesichts veränderter Marktbedingungen über ähnliche Konsolidierungsschritte nachdenken.
Lesen Sie auch
- FATF-Bericht: Ukraine unter den Top 30 Krypto-Standorten – Lücken bei der Lizenzierung aufgedeckt
- Kfz-Pflichtversicherung in Raten: Finance.ua ermöglicht monatliche Zahlung ab 355 UAH
- Bargeldmarkt am 27. Juli: Leichte Kursveränderungen bei Dollar und Euro
- Ab 17. Juli 2026: Neuerungen beim Hypothekenprogramm 'єОселя' – vergünstigte Zinsen und geänderte Wohnflächenvorgaben
- 2026 hebt der erste Satellit ab: Stetman baut unabhängiges Kommunikationsnetz für die Ukraine
- Vielfalt im ukrainischen Zahlungssektor: 55 Akteure zwischen staatlichen Systemen, globalen Karten und technologischen Lösungen

