Israel soll sich aus ukrainischen Angelegenheiten heraushalten: Deutliche Worte von Illjenko.
Standpunkt des israelischen Außenministeriums
Nach Angaben von Espreso.tv: Das israelische Außenministerium bezog Stellung zu ukrainischen Persönlichkeiten des nationalen Befreiungskampfes und betonte, dass Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine nicht hinnehmbar sei. Der ukrainische Politiker, Aktivist, Soldat und ehemalige Abgeordnete der Werchowna Rada der VII. und VIII. Wahlperiode, Andrij Illjenko, unterstrich, dass die ukrainische Gesellschaft selbst darüber bestimmen müsse, wen sie als Helden anerkenne und wie sie diese ehre.
'Wen man auf ukrainischem Boden umbettet, wem man staatliche Ehren erweist und wen man in der Ukraine würdigt – das geht euch nichts an.' Andrij Illjenko
Illjenko forderte die israelische Seite zudem auf, sich auf ihre eigenen inneren Probleme zu konzentrieren, insbesondere auf den 'starken Anstieg antiisraelischer Stimmungen weltweit in den letzten Jahren'. Diese Äußerungen verdeutlichen, dass die Ukraine das Recht für sich beansprucht, eigenständig zu entscheiden, wer in ihrem Land Ehrungen verdient.
Geschichtlicher Hintergrund
Ergänzend ist anzumerken, dass die beiden historischen Figuren Melnyk und Bandera, die in der ukrainischen Geschichte eine Rolle spielten, beide im nationalsozialistischen Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert waren. Diese Tatsache sowie Illjenkos Aussagen heben die Komplexität der historischen Realitäten und der heutigen Debatten über das nationale Gedächtnis hervor. Illjenko beendete seine Stellungnahme mit den Worten: 'Und steigt von eurem moralischen Podest herab – ihr habt keines', was seine entschlossene Haltung zum Schutz ukrainischer Interessen zeigt.
Der Streit um die Bewertung ukrainischer Persönlichkeiten des Befreiungskampfes spiegelt tiefgreifende historische und politische Differenzen zwischen den Ländern wider. Die Beziehungen zwischen der Ukraine und Israel, die eine gemeinsame Geschichte des Kampfes gegen Antisemitismus und totalitäre Regime teilen, erfordern ein gründliches Verständnis des Kontextes und Sensibilität für die nationale Erinnerung.
Illjenkos Worte deuten auf den Wunsch der Ukraine hin, ihr Selbstbestimmungsrecht in Fragen der historischen Erinnerung und Symbolik zu festigen – ein wesentlicher Aspekt nationaler Identität. Diese Aussagen könnten daher die Grundlage für weitere Diskussionen über die Beziehungen zwischen beiden Staaten und deren jeweilige Geschichtsbilder bilden.
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