Nach Versetzung zum „Chef-Papierkrieger“: Ukrainischer Hauptmann verlässt die Armee.
Andrij Onistrat wird versetzt
Nach Angaben von Espreso.tv: Der ukrainische Hauptmann Andrij Onistrat, Gründer der Drohnen-Einheit „Scherschen Dovbuscha“ der 68. Brigade, hat seinen Wechsel auf den Posten des „Chef-Papierkriegers“ im 17. Armeekorps bekanntgegeben und seinen Abschied vom Militärdienst eingeleitet. Sein Entlassungsgesuch reichte er innerhalb von nur 32 Minuten ein.
Am Abend, so Onistrat, sei ihm telefonisch mitgeteilt worden, dass die Versetzungsorder ins 17. Korps vorliege:
„Der Vorgesetzte rief an und sagte, die Kopie des Befehls sei eingetroffen, der mich ins 17. Korps versetzt – als Hauptverantwortlichen für Papierkram“. Diese Nachricht habe ihn tief getroffen, da er eine ähnliche Situation bereits erlebt habe, als „der sowjetische Oberst Schum mir mein eingeschworenes Team der 68. RUbAK wegnahm“. In jener Zeit, so Onistrat,
„rettete mich damals nur Michajlo“.
Politische Veränderungen als Hintergrund
Zum Kontext: Am 15. Juli kündigte der damalige Verteidigungsminister Michajlo Fedorow an, sein Amt niederlegen zu wollen. Onistrat betonte, dass es für ihn und alle Soldaten eine Ehre gewesen sei, dem ukrainischen Volk zu dienen, wie Fedorow es formuliert habe. Es ist bekannt, dass am 7. Juli das Staatliche Ermittlungsbüro (DBR) Durchsuchungen bei der Firma Vyriy Industries durchführte – ein Ereignis, das möglicherweise die jüngsten Entwicklungen in den militärischen Strukturen beeinflusst hat.
Die Versetzung Onistrats zum „Chef-Papierkrieger“ könnte auf interne Umstrukturierungen in den ukrainischen Streitkräften hindeuten, die vor dem Hintergrund politischer Verschiebungen im Verteidigungsministerium stattfinden. Dies deutet darauf hin, dass die Armee mit Führungsfragen und der Notwendigkeit kämpft, Kampfeinsätze effizient zu organisieren. Die Vorfälle um Vyriy Industries könnten zudem die Stimmung in der Truppe belasten und zu solchen Entscheidungen einzelner Soldaten beitragen.
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