Neue Genehmigungen: Selenskyj kündigt intensivierte Suche nach Opfern der Wolhynien-Tragödie an.

Neue Genehmigungen: Selenskyj kündigt intensivierte Suche nach Opfern der Wolhynien-Tragödie an
Neue Genehmigungen: Selenskyj kündigt intensivierte Suche nach Opfern der Wolhynien-Tragödie an

Exhumierungen in Wolhynien

Nach Angaben von Espreso.tv: In der Ukraine laufen weiterhin Exhumierungsarbeiten in Wolhynien. Dabei geht es um die Suche nach menschlichen Überresten aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Einsätze finden auf dem Gelände des ehemaligen Dorfes Wolja Ostrowezka im Rajon Kowel statt. Dort untersuchen Archäologen die Geschehnisse der Wolhynien-Tragödie von 1943. Ukrainische und polnische Fachleute arbeiten vor Ort gemeinsam.

Bereits im April 2023 wurden drei Grabstätten von Opfern des sozial-ethnischen Konflikts zwischen Ukrainern und Polen entdeckt, der sich im August 1943 ereignete. Nach fünf Tagen Arbeit hatten die Archäologen die Überreste von neun Menschen freigelegt. Zu den Fundstücken, die bei den Exhumierungen zutage kamen, zählen:

  • ein Ehering
  • Knöpfe
  • Perlen

Diese Gegenstände geben Hinweise auf persönliche Besitztümer der damaligen Opfer.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erörterte mit der polnischen Seite die Notwendigkeit, die Zahl der Genehmigungen für solche Arbeiten zu erhöhen. Er betonte, dass die 'Entscheidung zur Erteilung einer zusätzlichen, erheblichen Anzahl von Genehmigungen für Such- und Exhumierungsarbeiten' ein wichtiger Schritt in dieser Angelegenheit sei.

Diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Gedenken an die Verstorbenen, sondern auch der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Polen in Fragen der historischen Erinnerung. Die verstärkten Bemühungen zeigen, wie beide Länder versuchen, eine schwierige Vergangenheit gemeinsam aufzuarbeiten.

Wiederherstellung historischer Gerechtigkeit

Die Exhumierungen sind ein zentraler Bestandteil des Prozesses zur Wiederherstellung historischer Gerechtigkeit und zur Ehrung der Opfer der Wolhynien-Tragödie. Die Kooperation ukrainischer und polnischer Archäologen spiegelt ein wachsendes Bewusstsein für die Notwendigkeit eines offenen Dialogs über gemeinsame historische Traumata wider. Ein solcher Dialog kann zur Versöhnung zwischen den Völkern beitragen. Die Aufstockung der Genehmigungen für Exhumierungsarbeiten unterstreicht die Anstrengungen beider Länder, den Opfern angemessen zu gedenken und die historische Erinnerung zu bewahren.


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