Die Krim-Brücke wird zur tödlichen Falle: Warum sie für Russland unbrauchbar ist.
Die aktuelle Lage an der Kertsch-Brücke
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Militär- und Politikbeobachter Oleksandr Kowalenko von der Gruppe 'Informationswiderstand' hat auf die gravierenden Einschränkungen im Frachtverkehr über die Kertsch-Brücke hingewiesen. Obwohl das Bauwerk noch in Betrieb ist, erreicht es bei weitem nicht die benötigte Transportkapazität. Grund dafür sind die deutlich verschärften Kontrollen durch Grenztruppen und den FSB seit dem Jahr 2022. Kowalenko zog einen Vergleich zur ukrainischen Fernstraße M 14, die von Odessa über Melitopol und Nowoasowsk bis ins russische Taganrog führt, um die logistische Bedeutung der Route zu verdeutlichen.
Der Experte warnte davor, dass die Brücke für die russische Seite zu einer 'Straße in die Hölle' werden könnte. Dies liege daran, dass das russische Militär trotz der schwierigen Lage weiterhin massiv Nachschub über diese Verbindung transportiert.
„Wir zerstören – sie liefern nach, wir zerstören – sie liefern nach“, kommentierte er den anhaltenden Kreislauf aus Angriffen und Reparaturen, der die permanente Anspannung in diesem Bereich zeigt.
Der Einsatz von Drohnen für militärische Schläge
Kowalenko verwies in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit, ukrainische Drohnen für Angriffe auf russische Militärtransporter zu nutzen. Modelle vom Typ 'Hornet' verfügen über eine Reichweite von 200 Kilometern, was eine Kontrolle großer Gebiete erlaubt. So wurde am 6. Juni bekannt, dass Drohnenpiloten des 3. Spezialregiments der Spezialeinsatzkräfte einen Abschnitt der Strecke Melitopol – Tschonhar unter permanente Luftüberwachung genommen haben.
Die Situation rund um die Kertsch-Brücke bleibt somit äußerst angespannt, mit einer ständigen Bedrohung für russische Militärkonvois und einer aktiven Gebietskontrolle durch die Ukraine. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Gefechte an der Frontlinie wird die Beherrschung von Nachschubwegen und die Fähigkeit, diese zu unterbrechen, zu einem entscheidenden Faktor in der Militärstrategie beider Konfliktparteien. Der intensive Einsatz von Drohnen unterstreicht dabei die neuen taktischen Ansätze der Ukraine, die darauf abzielen, die russische Logistik empfindlich zu stören und so den Kriegsverlauf maßgeblich zu beeinflussen.
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