Wegen überhöhter Parkreparaturkosten: Chef von „Kyjiwselenbud“ muss vor Gericht – Schaden von zwei Millionen.
Anklage gegen Führungskraft des kommunalen Verbands „Kyjiwselenbud“
Nach Angaben von Novyny.live: Ein leitender Angestellter des städtischen Unternehmens „Kyjiwselenbud“ muss sich in Kiew vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, durch Pflichtvernachlässigung dem städtischen Haushalt einen Schaden von über zwei Millionen Griwna zugefügt zu haben. Der Vorfall ereignete sich im Zuge der Sanierung einer Grünanlage nahe der Seen Jordanske und Kyryliwske. Der Beschuldigte hatte einen Vertrag für die grundlegende Instandsetzung und Verschönerung dieser Zone im Stadtteil Obolon unterzeichnet – die Gesamtkosten beliefen sich auf mehr als neun Millionen Griwna.
Ermittlungen ergaben, dass die Materialpreise im Kostenvoranschlag künstlich aufgebläht waren, was zu erheblichen finanziellen Einbußen für die Stadt führte. Die Handlungen des Beamten werden gemäß Teil 2 von Artikel 367 des Strafgesetzbuches der Ukraine als fahrlässige Dienstpflichtverletzung eingestuft. Die Untersuchung ist abgeschlossen, die Anklageschrift wurde bereits an das Gericht übergeben.
Mögliche Konsequenzen für den Angeklagten
Sollte seine Schuld bewiesen werden, drohen dem Angeklagten zwei bis fünf Jahre Haft sowie ein Berufsverbot für leitende Positionen von bis zu drei Jahren. Zusätzlich ist eine Geldstrafe zwischen 250 und 750 steuerfreien Mindesteinkommen möglich. Bereits Anfang des Jahres wurde eine ähnliche Veruntreuungsaffäre in der Kiewer Stadtverwaltung aufgedeckt, was die Brisanz des aktuellen Falls unterstreicht.
Der Fall verdeutlicht systemische Schwächen bei der Verwaltung kommunaler Ressourcen in der Ukraine, wo Missbrauch und korrupte Praktiken oft zu hohen finanziellen Verlusten führen. Er zeigt auch, wie wichtig eine strenge Kontrolle von Haushaltsprogrammen und öffentlich finanzierten Projekten ist. Solche Vorfälle könnten als Anstoß für Reformen im Umgang mit städtischem Vermögen und zur Korruptionsprävention dienen.
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