Kreml setzt auf neue Strategien: So versucht Russland, Ukrainer im Ausland zu beeinflussen.

Kreml setzt auf neue Strategien: So versucht Russland, Ukrainer im Ausland zu beeinflussen
Kreml setzt auf neue Strategien: So versucht Russland, Ukrainer im Ausland zu beeinflussen

Wie Russland seine Taktik gegenüber ukrainischen Exilanten geändert hat

Nach Angaben von Espreso.tv: Die Recherchen des Projekts „Algorithmen der Lüge“ bei Espreso zeigen: Nach der großflächigen Invasion hat Moskau seine Methoden angepasst, um auf Ukrainer im Ausland einzuwirken. Im Fokus stehen nun scheinbar ukrainische Organisationen, kirchliche Netzwerke und Medien, die gezielt die Diaspora manipulieren sollen.

Derzeit genießen über 4,3 Millionen Ukrainer in der EU temporären Schutz – die meisten davon in Deutschland, Polen und Tschechien. Diese Länder sind zu den wichtigsten Anlaufstellen für Kriegsflüchtlinge geworden. Parallel dazu hat die mit Moskau verbundene Ukrainisch-Orthodoxe Kirche (UOK-MP) seit Kriegsbeginn fast 200 neue Gemeinden in 15 europäischen Staaten gegründet. Ein Großteil dieser Pfarreien wird vom prorussischen Oligarchen Wadym Nowynskyj finanziert, was Fragen zu ihren tatsächlichen Absichten aufwirft.

Projektleiter Andrij Smolij erklärte: „Diese Frau mit sowjetischer Feldmütze, rotem Stern auf dem Kopf und Bildern von ‚Großvätern auf Stöcken‘ in den Händen.“

Dies verdeutlicht, dass manche dieser kirchlichen Einrichtungen bewusst sowjetische Symbole nutzen, um bei Ukrainern im Ausland ein bestimmtes Image zu erzeugen. In Polen hingegen hat die Orthodoxe Kirche der Ukraine (OKU) 11 Seelsorgestationen für ukrainische Vertriebene eingerichtet – ein Zeichen aktiver Unterstützung durch die unabhängige ukrainische Orthodoxie.

Neue russische Einflussnahme und Herausforderungen für die Diaspora

Seit 2026 setzt Russland verstärkt auf Tarnorganisationen mit ukrainischem Anstrich, um Ukrainer in Europa zu beeinflussen. Laut der Studie planen 31 % der ukrainischen Migranten in der EU, auch nach Kriegsende nicht zurückzukehren – ein Hinweis auf ihre fortschreitende Integration. Zudem flossen allein an die KREATIV HAUS in Deutschland mindestens 180.000 Euro vom russischen Pravfond, dessen Chef Alexander Udalzow EU-Sanktionen unterliegt.

Andrij Smolij ergänzte: „Unsere OSINT-Experten haben Dutzende Bildungszentren in Europa aufgespürt.“

Dies bestätigt die rege Aktivität von Organisationen, die versuchen, die ukrainische Gemeinschaft im Ausland zu beeinflussen. Diese Zentren könnten zu wichtigen Kanälen des Kremls werden, über die russische Propaganda ihre Narrative unter schutzsuchenden Ukrainern verbreitet.

Die gesammelten Belege zeigen: Moskau hat seine Einflussstrategie gegenüber Ukrainern im Ausland grundlegend verändert. Schein-ukrainische Gruppen, Kirchen und Bildungseinrichtungen treten immer offener auf. Ukrainer außerhalb des Landes sollten daher wachsam sein und Informationen aus solchen Quellen kritisch hinterfragen.

Diese Entwicklung unterstreicht, wie wichtig ein bewusster Umgang mit Informationen für die Diaspora ist – besonders im Krieg, wo Desinformation schwerwiegende Folgen haben kann. Angesichts der vielen Herausforderungen im Exil ist es entscheidend, den Kontakt zu vertrauenswürdigen Quellen und Organisationen zu halten, die echte Hilfe in dieser schwierigen Zeit bieten können.


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