Kiew hisst krimtatarische Flagge als Zeichen der Widerstandskraft zum 12. Jahrestag der Besatzung.
Flaggenhissung der Krimtataren in Kiew
Nach Angaben von UATV: Am 26. Juni wurde in Kiew die Flagge der Krimtataren gehisst, um die Bewohner der vorübergehend besetzten Krim zu unterstützen. An der Zeremonie nahmen Vertreter der ukrainischen Regierung sowie des Medschlis des krimtatarischen Volkes teil. Dieses Datum wurde bewusst gewählt, da es den Tag der krimtatarischen Flagge markiert, der erstmals 2010 ins Leben gerufen wurde. Der 26. Juni erinnert zudem an den ersten nationalen Kongress der Krimtataren, den Kurultai, der vor genau 109 Jahren stattfand.
Historische Bedeutung des Tages
Die Feierlichkeiten fielen mit einem wichtigen historischen Jahrestag zusammen: Vor 109 Jahren tagte der erste Kurultai der Krimtataren. Im Kontext der aktuellen Ereignisse ist bemerkenswert, dass während der zwölfjährigen Besatzungszeit rund 50.000 Krimtataren gezwungen waren, ihre Heimat auf der Krim zu verlassen.
Bei der Zeremonie hob Andrij Sybiha hervor:
„Heute sind die krimtatarische Flagge und die Flagge der Ukraine Symbole der Standhaftigkeit, des Mutes, des Kampfes für Unabhängigkeit und der Verteidigung des Wahlrechts.“
Diese Worte unterstreichen die tiefe symbolische Bedeutung, die beide Flaggen für die Menschen in der Ukraine und insbesondere für die Krimtataren tragen. Refat Tschubarow ergänzte:
„Die krimtatarische Flagge hat in den Augen der Menschen außerhalb der Ukraine ihre gewohnten Grenzen überschritten.“
Dies zeigt, wie dieses Symbol nationaler Identität zunehmend auch international Anerkennung findet.
Das Hissen der krimtatarischen Flagge war somit nicht nur ein Akt der Solidarität, sondern auch ein wichtiger Schritt, um die Erinnerung an die Geschichte und Kultur des krimtatarischen Volkes in Zeiten großer Herausforderungen wachzuhalten. Die Veranstaltung betont die Bedeutung nationaler Identität und Einigkeit im Kampf für Rechte und Freiheiten sowie die Notwendigkeit internationaler Unterstützung für die Probleme, denen die Krimtataren während der Besetzung der Krim gegenüberstehen.
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