Kiew und Umland dominieren den Devisenmarkt: Halbjahresbilanz 2026.

Kiew und Umland dominieren den Devisenmarkt: Halbjahresbilanz 2026
Kiew und Umland dominieren den Devisenmarkt: Halbjahresbilanz 2026

Spitzenreiter im ukrainischen Devisenhandel

Nach Angaben von Мінфін — Крипто/Фінанси: Im ersten Halbjahr 2026 haben Kiew und die Oblast Kiew den Bargeld-Devisenmarkt in der Ukraine angeführt. Auch die Oblaste Lwiw und Odessa zeigten bei Käufen und Verkäufen von Fremdwährung eine hohe Aktivität. Im Gegensatz dazu verzeichnete die Oblast Dnipropetrowsk einen Rückgang des Handelsvolumens.

Den vorliegenden Zahlen zufolge entfielen auf Kiew 27,8 % aller Devisenkäufe – ein klares Zeichen für die starke Nachfrage nach Fremdwährung in der Hauptstadt. Die Oblast Kiew folgte mit einem Anteil von 8,4 % auf Platz zwei, während die Oblaste Lwiw (7,8 %) und Odessa (7,3 %) ebenfalls rege Geschäfte machten. Zur Einordnung: Diese vier Regionen vereinen zusammen knapp über die Hälfte des gesamten Marktvolumens auf sich.

Entwicklung der Devisengeschäfte

Beim Verkauf von Devisen lag Kiew erneut vorn – mit einem Marktanteil von 31 %. Die Oblast Kiew erreichte 10,5 %, Odessa 9 %. In absoluten Zahlen ausgedrückt: In Kiew wurden Devisen im Wert von 140,1 Milliarden Griwna gekauft und für 109,3 Milliarden Griwna verkauft. Daraus ergibt sich ein Nettozukauf von 30,8 Milliarden Griwna, was einen positiven Saldo für die Hauptstadt bedeutet.

Gleichzeitig sank der Anteil der Oblast Dnipropetrowsk bei Devisenkäufen von 6,9 % auf 6,1 %, bei Verkäufen von 4,7 % auf 4,1 %. Das Kaufvolumen in dieser Region fiel um 8,8 %, was auf eine nachlassende Marktteilnahme hindeutet.

Zusammengefasst zeigt das erste Halbjahr 2026 deutliche regionale Unterschiede in der Dynamik der Devisengeschäfte. Kiew und sein Umland behaupten ihre Spitzenpositionen, während andere Gebiete – insbesondere die Oblast Dnipropetrowsk – eine rückläufige Tendenz aufweisen. Diese Entwicklung verdeutlicht den stabilen Bedarf an Fremdwährung in der Hauptstadt, der sowohl auf wirtschaftliche Faktoren als auch auf zunehmende Geschäfts- und Tourismusaktivitäten zurückgeführt werden kann. Der Rückgang in der Oblast Dnipropetrowsk könnte auf wirtschaftliche Schwierigkeiten hindeuten, die einer genaueren Analyse bedürfen, um die Ursachen und möglichen Auswirkungen auf die Regionalwirtschaft zu verstehen.


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