Kiews Zoo im Frost und Dunkeln: Der Kampf um das Überleben der Tiere.
Kampf gegen Kälte und Stromausfälle
Nach Angaben von TSN.ua: Bei klirrendem Frost und anhaltenden Stromausfällen kämpft das Personal des Kiewer Zoos rund um die Uhr für das Wohl der Tiere. Die Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur haben die Situation zugespitzt. Im Gehege des Gorillas Toni, einem der bekanntesten Bewohner, muss die Temperatur konstant bei +20 Grad gehalten werden. Dafür schürt das Team den Ofen fünfmal täglich mit Holz nach.
Die Temperaturen in der Ukraine sind auf bis zu -18 Grad gesunken, was für viele Tiere lebensbedrohlich ist. Um die Wasserversorgung auch bei Stromausfällen sicherzustellen, hält der Zoo Vorräte bereit. Allein für den täglichen Bedarf eines Elefanten, der bei etwa 150 Litern liegt, sind Reserven angelegt. Diese Maßnahmen sind typisch für den improvisierten Alltag in vielen ukrainischen Einrichtungen seit Kriegsbeginn.
Bedrohung durch Angriffe und besondere Fürsorge
Die Bedrohung ist direkt: Im Herbst 2025 griff Russland die 'Insel der Tiere' im Kiewer Zoo an, und am 14. November schlug eine russische 'Shahed'-Drohne in der Nähe des Zoogeländes ein. Unter diesen Bedingungen ergreift das Personal alle nur denkbaren Sicherheitsvorkehrungen.
'Wir füllen die Reservetanks ständig nach, um im Notfall drei Tage autark überstehen zu können.' Viktoriya Sluzenko, Mitarbeiterin des Zoos
Die besonderen Bedürfnisse der Tiere stehen im Mittelpunkt. Kirill Trantin bringt es auf den Punkt: 'Menschen kann man raten, aufs Land zu fahren, aber das kann ich Toni nicht sagen. Er hat keine Großmutter in einem Dorf, bei der er unterkommen könnte.' Dieser Satz verdeutlicht, warum herkömmliche Lösungen in dieser Krise nicht greifen und die Verantwortung der Pfleger so groß ist.
Der Kiewer Zoo setzt seinen Betrieb trotz aller Widrigkeiten fort. Die Mitarbeiter tun alles Menschenmögliche, um den Komfort und die Sicherheit ihrer Schützlinge zu gewährleisten.
Die Situation im Zoo spiegelt die größeren Herausforderungen wider, vor denen das Land im Krieg und während der Energiekrise steht. Die Zoologen und Tierpfleger übernehmen Verantwortung nicht nur für das pure Überleben, sondern auch für das Wohlergehen der Tiere mit all ihren spezifischen Ansprüchen. Diese Geschichte unterstreicht die Bedeutung des Tierschutzes in Krisenzeiten und zeigt die bemerkenswerte Resilienz derer, die sich für ihr Wohl einsetzen.
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