Spendenaktion für Winnyzja: Polen sammeln 30.000 Złoty in wenigen Stunden – nachdem die Politik versagte.
Hilfe aus Polen: Bürger finanzieren Busse für Winnyzja
Nach Angaben von Espreso.tv: Die polnische Organisation Fundacja Sikorki na Ukrainie hat eine Spendenaktion gestartet, um Busse für die ukrainische Stadt Winnyzja zu kaufen. Der Grund: Lokale Politiker lehnten es ab, 15 geplante Busse aus Polen zu übergeben. Das Ziel der Kampagne liegt bei 500.000 Złoty. Innerhalb weniger Stunden nach dem Start kamen bereits über 30.000 Złoty zusammen – ein Zeichen für den starken Rückhalt in der Bevölkerung.
„Die ganze Situation ist mit heißer Nadel gestrickt.“ – Maciej Jakubczyk, Vorsitzender des Stadtrats von Kielce
Mit diesen Worten drückte Jakubczyk sein Unverständnis über die Blockade der Busübergabe aus. Die Fahrzeuge hätten die Verkehrsinfrastruktur in Winnyzja deutlich verbessern können.
Zivilgesellschaft übernimmt Verantwortung
Die Fundacja Sikorki na Ukrainie wurde 2022 in Warschau gegründet und engagiert sich in verschiedenen Bereichen für die Ukraine. „Wenn die Politiker scheitern, übernehmen wir – die Organisation – die Aufgabe“, erklärten Vertreter des Vereins. Die Aktion zeigt, wie engagierte Gruppen Lücken schließen, die offizielle Stellen hinterlassen.
Die Spendenbereitschaft unterstreicht die wachsende Rolle von Nichtregierungsorganisationen bei der Lösung sozialer Probleme, besonders wenn staatliche Institutionen nicht handeln. Winnyzja könnte so zum Vorbild für andere ukrainische Städte werden, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Die Initiative verdeutlicht zudem, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Bürgern in Krisenzeiten ist.
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