Keine überzeugende Wirkung: Großstudie entzaubert Kinesio-Taping.

Keine überzeugende Wirkung: Großstudie entzaubert Kinesio-Taping
Keine überzeugende Wirkung: Großstudie entzaubert Kinesio-Taping

Kinesio-Taping unter der wissenschaftlichen Lupe

Nach Angaben von TSN.ua: Die beliebte Tape-Methode aus Sport und Rehabilitation hält einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand. Eine aktuelle Analyse, veröffentlicht im Fachjournal BMJ Evidence-Based Medicine, kommt zu dem Schluss, dass Kinesio-Tapes bei Beschwerden des Bewegungsapparats keine verlässliche Wirksamkeit belegen. Zwar berichten Patienten kurzfristig von einer Linderung, doch die Qualität der zugrundeliegenden Studien wird als niedrig eingestuft.

Für die Untersuchung werteten Forscher insgesamt 128 systematische Übersichtsarbeiten aus. Die Datenbasis umfasste mehr als 15.000 Patienten, die unter 29 verschiedenen Erkrankungen litten. Das Fazit: Der tatsächliche Nutzen der Tapes liegt nur knapp über dem eines Placebo-Effekts. Sowohl die Schmerzreduktion als auch die verbesserte Alltagsfunktion waren zeitlich begrenzt. Dies wirft die Frage auf, ob der Einsatz von Kinesio-Taping in der Langzeittherapie überhaupt sinnvoll ist.

Wirksamere Alternativen für die Therapie

Die Auswertung der Daten zeigt zudem, dass es effektivere Behandlungsoptionen gibt. Konkret wurden folgende Ansätze hervorgehoben:

  • Regelmäßiges Gehen senkt das Risiko für Knieschmerzen bei Arthrose um 40 Prozent.
  • Bestimmte Präbiotika können ebenfalls nachweislich Schmerzen im Knie reduzieren.

Für Patienten mit Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates könnten diese Methoden daher eine sinnvollere Wahl darstellen als das Kinesio-Taping.

Die Studienergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, Therapien stets anhand ihrer wissenschaftlichen Belege zu bewerten. Da der Nutzen von Kinesio-Tapes begrenzt erscheint, sollten Ärzte und Patienten alternative Verfahren in Betracht ziehen, die nachhaltigere Erfolge versprechen. Dies könnte langfristig die Behandlung von Muskel-Skelett-Erkrankungen verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen steigern.


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