Smartphone-Hersteller Xiaomi und Transsion drosseln Produktion wegen Speichermangel.
Smartphone-Lieferpläne in China werden neu justiert
Nach Angaben von Novyny.live: Wegen steigender Preise für Speicherchips im Zuge eines weltweiten Mangels passen chinesische Smartphone-Hersteller wie Xiaomi und Transsion ihre Lieferziele für das Jahr 2026 an. Die erhöhten Kosten für Komponenten, insbesondere für DRAM, werden sich voraussichtlich auf die künftigen Preise für Mobiltelefone auswirken. Diese Entwicklung zeigt, wie stark die globale Halbleiterkrise die Elektronikbranche weiterhin beeinflusst.
Xiaomi hat seine Prognose für 2026 deutlich nach unten korrigiert und reduziert die geplante Stückzahl um 10 bis 70 Millionen Einheiten. Ursprünglich hatte das Unternehmen das Ziel von 180 Millionen Smartphones ausgegeben. Dieser Schritt unterstreicht die erheblichen Herausforderungen, vor denen der Markt steht, während die Hersteller versuchen, sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen.
Ebenfalls reagiert hat Transsion, das seine Jahresvorgabe um 30 bis 45 Millionen Geräte senkt. Der ursprüngliche Plan sah etwa 115 Millionen Einheiten vor. Diese Korrekturen beider Branchengrößen verdeutlichen, wie komplex die Marktlage ist und dass von den Unternehmen hohe Flexibilität in der Produktionssteuerung gefordert wird.
Analystenprognosen und strategische Anpassungen
Bereits im Dezember hatten Analysten von IDC ihre Prognose für den weltweiten Smartphone-Markt nach unten revidiert und erwarten nun einen Rückgang der Verkäufe um 2,9 bis 5,2 Prozent. Vor diesem Hintergrund dürfte der DRAM-Engpass im Jahr 2026 zu einer deutlichen Verteuerung von Smartphones führen. Als Reaktion auf diese Herausforderungen erwägen die Hersteller nun, in Budget-Modellen wieder auf 4 GB Arbeitsspeicher zurückzugreifen – eine Strategie, um die Wettbewerbsfähigkeit in diesem Segment zu wahren.
Die Situation auf dem Smartphone-Markt spiegelt breitere globale Wirtschaftstrends wider, bei denen Komponentenknappheit und steigende Rohstoffpreise die Produktion beeinträchtigen. Die Hersteller sind gezwungen, ihre Strategien anzupassen, was zu Verschiebungen in den Verbraucherpräferenzen und im Wettbewerbsgefüge führen könnte.
- Xiaomi senkt Lieferprognose erheblich
- Transsion korrigiert Produktionsziel nach unten
- Weltweiter Absatzrückgang um 2,9–5,2 % erwartet
- Budget-Modelle könnten künftig wieder mit 4 GB RAM ausgestattet sein
Die Rückkehr zu weniger leistungsstarken Konfigurationen deutet auf den Versuch der Unternehmen hin, ihre Produkte trotz steigender Kosten erschwinglich zu halten.
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