Ex-MI6-Chef: Westliche Geheimdienste lagen mit ihrer Einschätzung der russischen Armee falsch.

Ex-MI6-Chef: Westliche Geheimdienste lagen mit ihrer Einschätzung der russischen Armee falsch
Ex-MI6-Chef: Westliche Geheimdienste lagen mit ihrer Einschätzung der russischen Armee falsch

Ein folgenschwerer Fehlgriff der Geheimdienste

Nach Angaben von TSN.ua: Der ehemalige Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6, Richard Moore, räumt ein, dass westliche Analysten die Kampfkraft der russischen Streitkräfte zu Beginn des Ukraine-Kriegs völlig falsch eingeschätzt haben. Die vermeintliche Stärke der 'zweitstärksten Armee der Welt' wurde vor dem großen Krieg maßlos überschätzt – eine fatale Fehleinschätzung, wie sich herausstellte.

Mit dem Beginn des großangelegten russischen Angriffskriegs im Februar 2022 gaben westliche Geheimdienste der Ukraine nur noch '72 Stunden bis wenige Wochen' bis zu ihrem Fall. Die Realität sah jedoch anders aus: Das Scheitern des Angriffs auf Kiew und Tschornobajiwka sowie die Rückzüge der Besatzer aus der Region Charkiw und dem Gebiet Cherson bewiesen das Gegenteil.

'Wir gingen davon aus, dass es den Ukrainern schwerfallen würde, die Russen aufzuhalten. Wir unterschätzten, wie schlecht sich die russische Armee im Gefecht erweisen würde.' Richard Moore

Die Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Truppen und ihre Fähigkeit zum effektiven Widerstand überraschten viele internationale Beobachter. Die Probleme der Invasoren in Bereichen wie:

  • professionelle Ausbildung
  • Logistik
  • Truppenführung

lagen deutlich unter dem erwarteten Niveau und beeinflussten den Kriegsverlauf entscheidend. Dieser Krieg entlarvte somit nicht nur militärische Schwächen, sondern auch die Grenzen nachrichtendienstlicher Analysen.

Die zu Kriegsbeginn offengelegten Fehler bei der Bewertung der russischen Kampfkraft unterstreichen, wie entscheidend präzise Geheimdiensterkenntnisse in modernen Konflikten sind. Der Ukraine-Krieg wurde so auch zu einem Test für westliche Analysten, die ihre Methoden zur Einschätzung militärischer Stärke überdenken mussten. Die gewonnenen Erkenntnisse sind essenziell, um bei künftigen Konflikten ähnliche Fehlprognosen über die Lage auf dem Schlachtfeld zu vermeiden.


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