Krywyj Rih nach massivem Drohnen- und Raketenangriff: Sieben Verletzte, Bergleute zeitweise eingeschlossen.
Fast 24 Stunden unter Beschuss
Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Stadt Krywyj Rih war am 22. Januar Ziel einer großangelegten kombinierten Attacke, die sich bis spät in die Nacht hinzog. Russische Streitkräfte feuerten über 70 Drohnen und eine ballistische 'Iskander-M'-Rakete ab. Die Angriffe richteten sich gegen die zivile Infrastruktur und forderten Verletzte: Sieben Menschen wurden verwundet, darunter drei Kinder. Insgesamt erlitten zwölf Personen Verletzungen, unter ihnen ein zweijähriger Junge und drei ältere Kinder. Durch die Beschädigungen waren mehr als 3100 Haushalte vorübergehend ohne Strom.
In den Krankenhäusern der Stadt werden derzeit vier Erwachsene in mittelschwerem und drei Kinder in zufriedenstellendem Zustand behandelt. Solche Angriffe auf urbane Zentren gehören seit Monaten zur Kriegstaktik und zielen darauf ab, die Lebensgrundlage der Zivilbevölkerung zu zerstören.
Bergleute befreit und Luftabwehr im Einsatz
Infolge der Angriffe waren zeitweise 90 Bergleute in den Schächten eingeschlossen. Alle konnten bis zum Morgen des 23. Januar unversehrt an die Oberfläche gebracht werden. In der Nacht zum 23. Januar setzte Russland erneut 101 Kampfdrohnen ein, von denen die ukrainische Luftabwehr 76 abschießen konnte. Der örtliche Verwaltungschef Oleksandr Wilkul kommentierte die Lage:
'Der Feind griff unsere Stadt bis spät in die Nacht mit Angriffsdrohnen an. Insgesamt dauerte der kombinierte Angriff fast einen ganzen Tag und war auf zivile Infrastruktur und Einrichtungen gerichtet.'
Er bestätigte auch die Stromausfälle bei über 3100 Anschlüssen aufgrund der Schäden, gab aber Entwarnung bei der Wärmeversorgung: 'Die Heizwerke konnten in der Nacht wieder in Betrieb genommen werden und funktionieren.'
Der massive Angriff auf Krywyj Rih unterstreicht eine weitere Eskalation der Kampfhandlungen und das Bestreben, die zivile Versorgung lahmzulegen. Die erheblichen Schäden und Verletzungen zeigen die akute Bedrohung, der ukrainische Städte ausgesetzt sind. Die erfolgreiche Abwehr eines Großteils der Drohnen durch die Luftverteidigung demonstriert hingegen die fortwährenden Bemühungen, die Bevölkerung und kritische Infrastruktur zu schützen.
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