Der Mond absorbiert die Erdatmosphäre: wie das Magnetfeld der Erde dem Satelliten hilft.
Nach Angaben von ТСН: Der Mond interagiert ständig mit unserem Planeten – indem er winzige Partikel aus der Erdatmosphäre aufnimmt. Forscher haben festgestellt, dass dieses Phänomen, das man als "kosmischen Kanibalismus" bezeichnen kann, dank des Sonnenwinds und des Magnetfeldes der Erde möglich ist.
Das Ende einer 20-jährigen Theorie
Bereits seit den Apollo-Missionen in den 1970er Jahren haben Wissenschaftler Rückstände von Wasser, Kohlendioxid, Helium und Stickstoff im Mondboden festgestellt. Es war klar, dass ein Teil dieser Elemente, insbesondere Stickstoffionen, aus den oberen Schichten der Erdatmosphäre stammt.
Eine lange Zeit gab es die Theorie, dass dies nur vor der Bildung des Magnetfeldes der Erde geschehen sein könnte. Man ging davon aus, dass der magnetische Schild den Ausstoß atmosphärischer Partikel ins All verhindert. Doch neue Modelle haben diese Hypothese widerlegt.
Der magnetische "Schwanz" als Bahn
Forscher haben Daten von Apollo-Proben mit Computermodellierungen kombiniert und herausgefunden, dass die Übertragung von Ionen am intensivsten ist, wenn der Mond durch den "magnetischen Schwanz" der Erde zieht. Dies geschieht jeden Monat während des Vollmonds, wenn die Erde zwischen der Sonne und dem Satelliten steht.
Die Linien des Magnetfeldes in diesem "Schwanz" blockieren nicht, sondern leiten geladene Partikel direkt zum Mond, wo sie im Boden abgelagert werden. Wahrscheinlich dauert dieser Prozess bereits seit 3,7 Milliarden Jahren an, als sich die Magnetosphäre bildete, und setzt sich bis heute fort.
Die Zeitkapsel
Diese Entdeckung ist von großer Bedeutung für die Wissenschaft, da sie zeigt, dass der Mondboden Proben der Atmosphäre des alten Erden enthält.
"Indem wir Daten zu Partikeln, die im Mondboden erhalten geblieben sind, mit computerbasierten Modellierungen kombinieren… können wir die Geschichte der Erdatmosphäre und ihres Magnetfeldes nachverfolgen."
Die Proben, die während künftiger Missionen wie dem NASA Artemis-Programm und chinesischen Expeditionen gesammelt werden sollen, werden helfen, Lücken in der geologischen Vergangenheit unseres Planeten zu schließen.
"Unsere Forschung könnte auch weitreichendere Auswirkungen auf das Verständnis des frühen Atmosphärenverlustes auf Planeten wie dem Mars haben, der heute kein globales Magnetfeld hat, in der Vergangenheit jedoch eines besaß, ähnlich wie die Erde."
Außerdem haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass die Sonne zur Klasse der gelben Zwerge des Spektraltyps G2V gehört.
So bestätigt diese Entdeckung nicht nur die Theorie über die Interaktion des Mondes mit der Erde, sondern bietet auch neue Perspektiven für die Erforschung unserer Nachbarn im Weltraum. Wichtige Missionen, die in den kommenden Jahren geplant sind, könnten unser Verständnis über die Entwicklung von Planeten, einschließlich Mars, der an der Schwelle neuer Forschungen steht, erheblich verändern.
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