Fünf Spitzenkandidaten für die Dumawahl: Das ist der Kreml-Plan.
Die Schaufenster-Politik des Kreml
Nach Angaben von Novyny.live: Bereits drei Jahre vor der nächsten Wahl zur russischen Staatsduma im September 2026 stellt der Kreml die politische Bühne auf. Wie aktuelle Informationen zeigen, steht bereits ein Fünferkreis an Spitzenkandidaten fest, die die Bundesliste der Regierungspartei 'Einiges Russland' anführen sollen. Zu diesem erlesenen Kreis gehören:
- Dmitri Medwedew
- Sergei Lawrow
- Wladislaw Golowin
- Marjana Lissenko
- Jewgeni Poddubny
Dmitri Medwedew gilt als einer der Hauptkandidaten auf der Liste. Außenminister Sergei Lawrow, der international durch seine scharfe Rechtfertigung der russischen Politik auffällt, ist ebenfalls vorgesehen. Wladislaw Golowin, der die Zentrale der patriotischen Jugendorganisation 'Junarmija' leitet, sicherte sich einen Platz. Die als 'Heldin der Arbeit' ausgezeichnete Marjana Lissenko und Jewgeni Poddubny, der erst mit dem Beginn des großangelegten Krieges gegen Ukraine größere Bekanntheit erlangte, runden die Fünfergruppe ab. Solche Listen sind ein typisches Instrument in autoritär geprägten Systemen, um Geschlossenheit zu demonstrieren.
Strategische Ausrichtung und Folgen
Die endgültige Bundesliste von 'Einiges Russland' kann bis zu 15 Kandidaten umfassen. Das letzte Wort über die endgültige Zusammensetzung liegt jedoch wie in allen strategischen Fragen bei Wladimir Putin. Die Auswahl dieser Schlüsselfiguren ist ein zentraler Bestandteil der Vorbereitungen auf die Wahl in drei Jahren. Die frühzeitige Benennung von Spitzenkandidaten deutet auf den Wunsch des Kremls hin, in einer Zeit innerer und äußerer Spannungen Stärke und Kontinuität zu signalisieren. Dies wird die Ausrichtung des gesamten Wahlkampfs der dominierenden Partei maßgeblich beeinflussen.
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