Ukraine schärft Haftungsregeln: Diese Lokalpolitiker müssen künftig mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen.

Ukraine schärft Haftungsregeln: Diese Lokalpolitiker müssen künftig mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen
Ukraine schärft Haftungsregeln: Diese Lokalpolitiker müssen künftig mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen

Neue Gesetzesvorlage in der Ukraine

Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung plant eine Verschärfung des Strafrechts. Ein Gesetzentwurf soll präzisieren, welche Amtsträger der lokalen Selbstverwaltung künftig strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können. Die Initiative geht vom Kabinett der Minister aus, erarbeitet wurde der Text vom Nationalen Amt für den Staatsdienst der Ukraine (NADS).

Klare Regeln für Bestechlichkeit

Konkret geht es um die Strafbarkeit von Vorteilsannahme oder -erpressung, geregelt in Artikel 368 des ukrainischen Strafgesetzbuches. Das Gesetz soll sechs Monate nach seiner offiziellen Verkündung in Kraft treten, jedoch frühestens ein halbes Jahr nach Beendigung oder Aufhebung des Kriegsrechts. Diese Regelung gibt den Behörden Zeit für die notwendigen Vorbereitungen.

Der Regierungsvorschlag stuft die Vorsitzenden der Regionalräte, ihre Stellvertreter sowie Bürgermeister – einschließlich der von Kiew, Sewastopol und Simferopol – explizit als gewählte Amtsträger ein. Diese Klarstellung ist ein bedeutender Schritt, um Transparenz und Rechenschaftspflicht in der lokalen Verwaltung zu erhöhen.

Die geplanten Änderungen spiegeln den Willen der ukrainischen Führung wider, die Kontrolle über lokale Amtsträger zu verstärken und Korruption einzudämmen. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges und der angespannten wirtschaftlichen Lage zielen solche Maßnahmen darauf ab, das Vertrauen der Bürger in die Kommunalverwaltung wiederherzustellen und die Rechtsstaatlichkeit im Land zu stärken.


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