Flüchtiger Ex-Regionaler Iwanjuschtschenko in Monaco gesichtet: Staatsverrat und Grundstücksbetrug im Fokus.

Flüchtiger Ex-Regionaler Iwanjuschtschenko in Monaco gesichtet: Staatsverrat und Grundstücksbetrug im Fokus
Flüchtiger Ex-Regionaler Iwanjuschtschenko in Monaco gesichtet: Staatsverrat und Grundstücksbetrug im Fokus

Ex-Abgeordneter in Monaco aufgespürt

Nach Angaben von Espreso.tv: Der Journalist Mychajlo Tkatsch hat den früheren Abgeordneten der Partei der Regionen, Jurij Iwanjuschtschenko, in Monaco ausfindig gemacht. Der Politiker, auch bekannt als Jura Jenakijewskyj, wird seit September 2025 per Haftbefehl gesucht. Ihm wird vorgeworfen, 18 Hektar staatlichen Landes auf dem Marktgelände ‚Stolytschnyj‘ unrechtmäßig an sich gebracht zu haben – der Wert dieses Grundstücks liegt bei über 160 Millionen Griwna. Darüber hinaus bestehen gegen ihn der Verdacht der Kollaboration mit russischen Geheimdiensten und der Vorwurf des Staatsverrats.

Iwanjuschtschenko wurde auf der Terrasse des Hotels Monte-Carlo Bay in Monaco fotografiert. Bereits am 16. Juni 2026 hatte die Berufungskammer des Oberen Antikorruptionsgerichts der Ukraine Untersuchungshaft gegen ihn angeordnet. Nach der Revolution der Würde war er aus der Ukraine geflohen; schon 2015 wurde er zur Fahndung ausgeschrieben, doch die Verfahren gegen ihn wurden zwei Jahre später eingestellt. Sein aktueller Aufenthalt im Ausland zeigt, wie schwer es ist, international gesuchte Personen zur Rechenschaft zu ziehen.

Ermittlungen des Nationalen Antikorruptionsbüros

Bereits im März 2023 forderte das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) den Präsidenten auf, Sanktionen gegen Iwanjuschtschenko zu verhängen. Der Gesuchte besitzt einen russischen Pass und pflegt Kontakte zu Personen, die an der Finanzierung bewaffneter Verbände beteiligt sind. So wird der ehemalige Abgeordnete der Partei OPZZh, Fedir Chrystenko, als vom russischen FSB angeworben und als Verbindungsmann des getöteten Kollaborateurs Armen Sarkisjan (†2025) beschrieben.

Die Situation sorgt bei den ukrainischen Behörden für Unruhe, da Iwanjuschtschenko trotz schwerwiegender Anschuldigungen weiterhin auf freiem Fuß ist. Dies verdeutlicht die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Strafverfolgung und internationalen Rechtshilfe.

„Der Aufenthalt von Jurij Iwanjuschtschenko in Monaco zeigt die Probleme bei Auslieferungen und der Justiz in der Ukraine, insbesondere bei Personen, die schwerer Verbrechen verdächtigt werden.“ – Mychajlo Tkatsch

Seine Verbindungen zu russischen Geheimdiensten und Kollaborateuren verdeutlichen die Sicherheitslage in der Ukraine, in der Korruptionsbekämpfung und nationale Sicherheit weiterhin zentrale Themen sind. Dass er sich über Jahre hinweg dem Zugriff der Justiz entziehen konnte, weist auf Lücken im Rechtssystem und den Reformbedarf in diesem Bereich hin.


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