Wegen Einstufung als 'ausländischer Agent': Krim-Solidaritätsgruppe stellt Arbeit ein.

Wegen Einstufung als 'ausländischer Agent': Krim-Solidaritätsgruppe stellt Arbeit ein
Wegen Einstufung als 'ausländischer Agent': Krim-Solidaritätsgruppe stellt Arbeit ein

Ende der 'Krim-Solidarität' nach Behördenentscheidung

Nach Angaben von Espreso.tv: Die Organisation 'Krim-Solidarität' hat ihre Tätigkeit eingestellt. Grund dafür ist die Einstufung als 'ausländischer Agent' durch das russische Justizministerium am 26. Juni 2026. Die 2016 gegründete Initiative hatte sich zehn Jahre lang für die Unterstützung von Familien politischer Gefangener eingesetzt und Menschenrechtsverletzungen auf der Krim dokumentiert. Mit der offiziellen Einstellung werden auch die Website und die Social-Media-Kanäle der Organisation nicht mehr aktualisiert.

Stimmen aus der Organisation

Tamila Taschewa, eine Vertreterin der Gruppe, nannte die Nachricht 'extrem schmerzhaft'. Sie betonte: 'Jetzt bleiben Hunderte von Familien politischer Gefangener ohne Unterstützung zurück.'

Tamila Taschewa: 'Jetzt bleiben Hunderte von Familien politischer Gefangener ohne Unterstützung zurück.'

Ihrer Einschätzung nach zerstört Russland gezielt die unabhängige Menschenrechtsbewegung auf der besetzten Halbinsel. Dies ruft bei Aktivisten und Menschenrechtlern große Besorgnis hervor. Die Entscheidung zeigt, wie systematisch zivilgesellschaftliches Engagement unterdrückt wird.

Mit dem Ende der 'Krim-Solidarität' stehen die Familien politischer Gefangener vor neuen Problemen, da ihnen nun eine wichtige Anlaufstelle fehlt. Zehn Jahre lang hatte die Organisation Hilfe geleistet und über die Menschenrechtslage in der Region informiert. Durch den Schritt der russischen Behörden verschlechtert sich die Situation vieler Betroffener weiter. Internationale Menschenrechtsorganisationen sehen darin einen weiteren Beleg für die Einschränkung von Grundrechten auf der Krim, was die Isolation der Region vom internationalen Rechtsraum verstärken könnte.


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