Belarus ruft Reservisten ein – selbst Kranke und Eltern behinderter Kinder betroffen.

Belarus ruft Reservisten ein – selbst Kranke und Eltern behinderter Kinder betroffen
Belarus ruft Reservisten ein – selbst Kranke und Eltern behinderter Kinder betroffen

Massenweise Einberufung von Reserveoffizieren in Belarus

Nach Angaben von TSN.ua: In Belarus hat das Regime von Alexander Lukaschenko eine großangelegte Einberufung von Reserveoffizieren und Reservisten gestartet. Soziale oder medizinische Gründe für eine Zurückstellung werden dabei ignoriert. Bisher ist von mindestens 400 einberufenen Reserveoffizieren bekannt, die für bis zu zwei Monate zu Übungen einrücken müssen – ohne Möglichkeit, sich dem zu entziehen.

Besorgnis in der Bevölkerung wächst

Pawel Latuschka, stellvertretender Leiter des Vereinigten Übergangskabinetts von Belarus, wies darauf hin, dass die Vorladungen oft in den frühen Morgenstunden zugestellt werden.

„Die Vorladungen kommen beispielsweise um 8:00 Uhr morgens“, berichtete er.
Diese Einberufung erfolgt in einem sehr kurzen Zeitrahmen, was in der Bevölkerung für Unruhe sorgt.

Latuschka betonte zudem, dass durch die Einberufungen auch Menschen mit besonderen Härtefällen betroffen sind.

„Ein junger Mann, der gerade aus dem Krankenhaus entlassen wurde, dessen Frau hörgeschädigt ist und dessen Kind krank ist“, nannte er als Beispiel.
Laut Latuschka werden „leider keine Ablehnungen akzeptiert, alle werden unter das Gewehr geholt, für einen Monat, für zwei“. Diese Praxis stößt auf Kritik von Menschenrechtlern und in der Gesellschaft, die sich um die Folgen für die Familien der Einberufenen sorgt.

Auf diese Weise setzt das Lukaschenko-Regime seine militärischen Maßnahmen fort, ohne Rücksicht auf die sozialen und medizinischen Schwierigkeiten der Betroffenen. Die Einberufungswelle findet vor dem Hintergrund einer angespannten regionalen Sicherheitslage statt.

Dieser Vorstoß könnte auf eine verstärkte militärische Aktivität Belarus' hindeuten, die nicht nur im Inland, sondern auch international Besorgnis auslöst. Viele Analysten sehen in Lukaschenkos Vorgehen eine Reaktion auf die wachsende Spannung in der Region und auf innenpolitische Herausforderungen. Die Öffentlichkeit und Menschenrechtsorganisationen äußern weiterhin Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte und der sozialen Folgen solcher Einberufungen.


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