Moldau-Präsidentin Sandu stellt Bedingungen für Rückkehr Transnistriens: Entmilitarisierung und langer Atem nötig.
Die Rolle internationaler Partner für Moldau
Nach Angaben von Novyny.live: Staatspräsidentin Maia Sandu hat betont, dass die Wiedereingliederung Transnistriens in die Republik Moldau nur mit umfassender Unterstützung aus dem Ausland und über einen längeren Zeitraum möglich sei. Sie machte deutlich, dass dieser Prozess eine Entmilitarisierung der Region sowie einen wirtschaftlichen Ausgleich erfordere. Wörtlich erklärte Sandu:
„Es braucht eine Phase der Entmilitarisierung, der Entoligarchisierung und der Demokratisierung am linken Dnjestr-Ufer. Das wird nicht in zwei Tagen geschehen.“
Lage in Transnistrien
Die Gespräche über ein schrittweises Wiedereingliederungskonzept für Transnistrien laufen noch; ein endgültiges Dokument liegt bislang nicht vor. Die Führung in Tiraspol kämpft derzeit mit erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Problemen. Vizepremier und Außenminister Mihai Popșoi wies darauf hin, dass die Zahl der russischen Soldaten in Transnistrien deutlich gesunken sei, fügte jedoch hinzu:
„Das Problem wird sich nicht von selbst lösen. Wir arbeiten an internationalen Rahmenbedingungen für ihren Abzug.“
Die Republik Moldau hält unbeirrt an ihrem Beitrittskurs zur Europäischen Union fest. Parlamentspräsident Igor Grosu bestätigte, dass man sich erst in einer frühen Phase der Erörterung mit der EU befinde. Maia Sandu ergänzte:
- „Sobald wir eine substanziellere Debatte und mögliche Zusagen unserer Partner haben, werden wir weiter voranschreiten.“
Insgesamt erfordert die Situation in Transnistrien ein umfassendes Vorgehen, das sowohl die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern als auch die Bewältigung der bestehenden sozioökonomischen Herausforderungen einschließt.
Die Diskussion über die Reintegration Transnistriens ist ein zentraler Bestandteil der moldauischen Außenpolitik, da das Land seine Position auf der internationalen Bühne stärken will. Angesichts des Rückgangs der russischen Militärpräsenz hofft Moldau auf Rückhalt aus dem Ausland, um Stabilität in der Region zu erreichen. Zudem könnte das Streben nach einem EU-Beitritt ein wichtiger Hebel sein, denn wirtschaftliche und politische Hilfen aus Brüssel könnten helfen, die sozialen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Transnistrien zu lindern.
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