Mallorca ruft Touristen zurück: Proteste führten zu einer Wirtschaftskrise.

Mallorca ruft Touristen zurück: Proteste führten zu einer Wirtschaftskrise
Mallorca ruft Touristen zurück: Proteste führten zu einer Wirtschaftskrise

Rückgang der Touristenzahlen auf Mallorca aufgrund von Protesten

Nach Angaben von The Sun: Die Restaurant- und Barbesitzer auf Mallorca berichten, dass sie in diesem Sommer unter einem drastischen Rückgang der Besucherzahlen gelitten haben, wegen der Proteste gegen den Tourismus an diesem beliebten Urlaubsort.

Die Balearen in Spanien haben im Jahr 2023 eine neue Welle von Protesten erlebt. Diese begannen, als eine Gruppe von Aktivisten gefälschte Warnschilder an den Stränden aufstellte.

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Jetzt bittet Mallorca die Touristen zurückzukehren, denn, so die lokalen Behörden, steht die Wirtschaft am Rande des Zusammenbruchs. CAEB, die größte Arbeitgeberorganisation auf den Balearen, hofft, dass der September helfen wird, 'die Saison zu retten' nach einer Verschlechterung der Situation seit Mai. Laut dem Verband der zeitlich begrenzten Dienstleistungen von Mallorca haben Strandbars, Unternehmen zur Vermietung von Sonnenliegen und Anbieter von Wassersportaktivitäten im Juli im Vergleich zum letzten Sommer einen Rückgang von etwa 20% erlebt.

Der Präsident des Verbands Apaduma, Onofre Fornés, beschuldigte 'verantwortungslosen Negativmeldungen gegen den Tourismus' den Rückgang. Er stellte fest, dass Restaurants auf minimalen Pegeln arbeiten, die Einnahmen der Strandbars stark gesunken sind und die Auslastung der Betriebe ebenfalls gesunken ist, selbst in einem belebten August.

Apaduma fordert die Regierung dringend auf, Maßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, zur Preisregulierung und zur Verringerung der Antipathie gegen den Tourismus auf Mallorca zu ergreifen.

Vertreter der spanischen Behörden betonen, dass ständige antitouristische Kampagnen 'Besucher abschrecken'. Der Großteil der Touristen, die ihre Reisen nach Mallorca absagen, sind Briten, was bei den lokalen Unternehmern Panik auslöste, die behaupten, dass die Gäste sich nicht mehr 'willkommen' fühlen.

„Nach den neuen Gesetzen können wir keine Happy Hours mehr veranstalten oder kostenlose Getränke ausgeben“, sagte der Manager der britischen Bar Linekers, Manuel Poza.

Die Geschäftsinhaber sind nun besorgt: Der Rückgang der europäischen Touristen, die 'nicht so viel ausgeben', könnte zur Schließung von Bars und Restaurants führen.

Miguel Pérez-Marsa, der Vorsitzende des Verbands des Nachtlebens, sagte: „Die Touristen, die uns interessiert haben, sind verschwunden; sie fühlen sich nicht willkommen und fahren woanders hin.“

Die Proteste in diesem Jahr haben den größten Schaden angerichtet mit neuen Aktionen auf den Balearen, den Kanaren und dem spanischen Festland.

Leslie Johnson, 66 Jahre alt, aus Leicester, die seit über 30 Jahren auf der Insel lebt, berichtete: „Dieses Gebiet hatte früher viele britische Bars, die Quizze und Tanzspiele veranstalteten. Jetzt, wenn Sie diese Straße um 19:00 Uhr entlanggehen, wird sie tot sein. Viele Deutsche und Briten sind einfach nach Hause zurückgekehrt.“

In diesem Sommer zogen zehntausende Menschen im Juli durch Palma de Mallorca, hielten Banner mit den Aufschriften „Dein Luxus, unser Unglück“ und forderten eine Begrenzung der Touristenzahlen. Im vergangenen Jahr besuchten 15 Millionen Touristen die Insel, was zu einem riesigen Aufschrei führte: Über 50.000 Protestierende forderten ein neues Wirtschaftsmodell zur Verringerung der Touristenzahlen.

Die antitouristische Bewegung richtete sich gegen lokale Unternehmen, klebte Aufkleber mit der Aufschrift „Touristen, nach Hause“ auf, blockierte Straßen und stellte gefälschte Warnschilder an den Stränden auf. In Barcelona verwendeten Protestierende Wasserpistolen, um Besucher im Stadtzentrum zu besprühen.

In einem der beeindruckendsten Fälle blockierten Aktivisten alle Zugänge zu Hotels und traten in Konflikte mit Touristen, die in Restaurants zu Abend aßen.

Die Spannungen in Palma erreichten ihren Höhepunkt, als ein britischer Tourist von wütenden Protestierenden umzingelt wurde, die schrieen: 'Geht nach Hause und geht zur Hölle'. Einer der Aktivisten wurde mit einer Axt in einem Restaurant gesehen, während er versuchte, Touristen einzuschüchtern, was zum Eingreifen der Polizei führte.

Diese dreisten und gewalttätigen Szenen ernteten viel Kritik seitens von Politikern, aber die Aktivisten setzen ihren Kampf fort, der durch jahrzehntelange Probleme durch Überfüllung und steigende Preise ausgelöst wurde.

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Der Tourismus ist ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft Mallorcas, aber die Situation deutet darauf hin, dass die Gesellschaft einen ausgewogeneren Ansatz für die angebotenen Dienstleistungen verlangt. Die wachsende antitouristische Bewegung könnte darauf hindeuten, dass es notwendig ist, ein Gleichgewicht zwischen den wirtschaftlichen Vorteilen des Tourismus und den Bedürfnissen der Einheimischen zu finden. Die Situation erfordert dringende Anstrengungen von der Regierung und der Wirtschaft, um das Vertrauen der Touristen zurückzugewinnen und die lokale Wirtschaft zu unterstützen.


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