Sportminister Bídnyj: Mit Sport der Mobilmachung entgehen? Kaum möglich.
Kaum ein Schlupfloch über den Sport
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Minister für Jugend und Sport, Matwij Bídnyj, sieht kaum eine realistische Chance, sich über eine Sportkarriere der Mobilmachung zu entziehen. In einem Interview mit 'Interfax-Ukraine' erklärte er, dass für die Aufnahme in die Nationalmannschaft außergewöhnliche sportliche Leistungen nötig seien. Der Weg dorthin ist lang und steinig.
Bídnyj betonte, dass ein solches Vorgehen äußerst schwierig umzusetzen sei.
„Nein, das ist hier extrem schwierig, so etwas zu tun,“unterstrich der Minister. Er verwies darauf, dass für sportliche Spitzenleistungen enorme Anstrengungen erforderlich sind.
„Man muss sehr viel Aufwand betreiben: regionale Wettkämpfe gewinnen, ukrainischer Meister werden oder mindestens unter die ersten drei kommen,“fügte er hinzu. Diese Hürden machen den Sport als einfache Ausweichmöglichkeit praktisch untauglich.
Vor dem Hintergrund des Krieges
Diese Thematik gewinnt vor dem Hintergrund des anhaltenden Kriegsrechts und der Mobilmachung zusätzlich an Brisanz. Das Kriegsrecht wurde zuletzt am 26. Januar 2023 von Präsident Wolodymyr Selenskyj verlängert. Auch die Olympischen Winterspiele 2026, die am 6. Februar in Italien beginnen, stellen ukrainische Athleten vor besondere Herausforderungen, da sportliche Erfolge ihren Status im Mobilisierungskontext beeinflussen können.
In der aktuellen Lage rückt die Frage, ob Sport ein Weg sei, dem Dienst an der Waffe zu entgehen, besonders in den Fokus. Athleten, die in die Nationalmannschaft aufgenommen werden wollen, müssen konstant Höchstleistungen erbringen – ein Umstand, der einen Missbrauch ihres Status erschwert. Dies unterstreicht, wie bedeutend die Unterstützung für ukrainische Sportler ist: Ihre Erfolge haben in Kriegszeiten nicht nur persönliche, sondern auch nationale Tragweite.
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