Mawsynram: Wo der Regen 22-mal stärker fällt als in London.
Der globale Rekordhalter für Niederschlag
Nach Angaben von TSN.ua: Im indischen Mawsynram fällt im Durchschnitt jedes Jahr eine unglaubliche Regenmenge von 11.873 Millimetern herab. Damit gilt der Ort als der feuchteste Platz der Erde. Die Niederschlagsmengen übertreffen die von Glasgow um das Elffache und sind sogar 22-mal höher als in London. Etwa 10.000 Besucher zieht es jährlich während der Monsunzeit von Juni bis September in die Region, um dieses einzigartige Klimaphänomen zu erleben. Der Ort selbst liegt auf einer Höhe von rund 1.400 Metern über dem Meeresspiegel.
Die Wasserkrise in Südasien
Trotz dieser extremen Regenfälle in Mawsynram leidet der gesamte südasiatische Raum unter gravierenden ökologischen Problemen. Rund 600 Millionen Menschen in der Region sind von Wasserknappheit bedroht. Die aktuelle Dürreperiode wird als die schwerwiegendste seit 1.300 Jahren eingeschätzt. Zudem hat die Wasserführung des Ganges im Vergleich zum 16. Jahrhundert um dramatische 76 Prozent abgenommen – ein deutliches Zeichen für die Tiefe der Krise.
Der feuchte Rekordort steht somit in scharfem Kontrast zur allgemeinen Wassernot in Südasien. Dieser Gegensatz macht deutlich, wie ungleich Wasserressourcen verteilt sein können und unterstreicht die dringende Notwendigkeit eines nachhaltigen Wassermanagements. Die anhaltende Dürre und der Rückgang der Flüsse erfordern sofortige Maßnahmen, um eine weitere Verschärfung der Lage für Bevölkerung und Ökosysteme zu verhindern.
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