Nach sechs Monaten Schweigen: Ex-Verteidigungsminister Fedorow äußert sich zur Kritik an der Mobilmachung.

Nach sechs Monaten Schweigen: Ex-Verteidigungsminister Fedorow äußert sich zur Kritik an der Mobilmachung
Nach sechs Monaten Schweigen: Ex-Verteidigungsminister Fedorow äußert sich zur Kritik an der Mobilmachung

Auftritt von Mychajlo Fedorow zur Mobilmachung in der Ukraine

Nach Angaben von Espreso.tv: Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow äußerte sich während eines öffentlichen Rechenschaftsberichts zur Mobilmachung in der Ukraine. Dabei gab er bekannt, dass er nach seiner Entlassung das Angebot abgelehnt habe, als Berater des Präsidenten zu fungieren. Fedorow erklärte, er habe in den letzten sechs Monaten bewusst nicht auf Kritik zur Mobilmachung reagiert, um eine Eskalation zu vermeiden – eine Situation, zu der seiner Ansicht nach der Oberbefehlshaber geführt habe.

„Sechs Monate lang habe ich die Anfeindungen zur Mobilmachung völlig ignoriert, um genau die Lage zu verhindern, die heute eingetreten ist und zu der uns im Grunde der Oberbefehlshaber gebracht hat“, so Fedorow.

Er betonte zudem, dass die territorialen Rekrutierungszentren den Landstreitkräften unterstellt seien und die Mobilmachung in der Verantwortung des Oberbefehlshabers und des Generalstabs liege.

Herausforderungen der Mobilmachung und Risiken für die Ukraine

Der Experte wies darauf hin, dass „das Mobilmachungsproblem nicht gelöst werden kann, ohne andere Probleme anzugehen“, und unterstrich die Risiken, denen die Ukraine gegenüberstehe. „Ich habe nicht versucht, meinen Posten zu behalten, sondern möchte offen über die Gefahren sprechen, die vor der Ukraine liegen“, fügte er hinzu. Seine Weigerung, Berater zu werden, zeigt, dass er nicht nur Konflikte vermeiden, sondern auch die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes für die Verteidigungsfähigkeit des Landes betonen will.

Die Rede von Mychajlo Fedorow verdeutlicht die Bedeutung einer offenen Debatte über die Mobilmachung und deren Auswirkungen auf die militärische Lage in der Ukraine. Diese Entwicklung könnte für die ukrainische Führung ein Signal sein, die Strategien zur Mobilisierung und zum Personalmanagement in Kriegszeiten zu überdenken.


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