Ukrainische Kulturministerin fordert von UNESCO klare Benennung Russlands als Verantwortlichen für Kulturgutzerstörung.
Appell an die UNESCO
Nach Angaben von Novyny.live: Am 16. Juni hat die ukrainische Kulturministerin Tetiana Bereschna die UNESCO dazu aufgefordert, Russland eindeutig als Urheber der Angriffe auf ukrainisches Kulturerbe zu benennen. Hintergrund ist ein russischer Angriff vom 15. Juni auf das Kyjiwer Höhlenkloster (Kiewer Höhlenkloster), das dabei erheblich beschädigt wurde. Nach dem Vorfall besichtigten UNESCO-Vertreter die betroffene Stätte und erfassten das Ausmaß der Zerstörung.
Die Organisation signalisierte bereits ihre Bereitschaft, die ukrainische Regierung bei der Wiederherstellung des kulturellen Erbes dringend zu unterstützen. Bereschna kritisierte jedoch, dass die Stellungnahme der UNESCO „voller Verben ohne persönliche Zuordnung“ sei – ein Hinweis darauf, dass die internationale Organisation ihrer Ansicht nach eine klarere Haltung einnehmen müsse. Sie betonte die Notwendigkeit, die Verantwortlichen direkt zu benennen, anstatt vage Formulierungen zu verwenden.
„Wir alle wissen, dass Russland dahintersteckt. Daher wünschen wir uns von der UNESCO als internationaler Organisation, dass sie lernt, die Dinge beim Namen zu nennen.“ Tetiana Bereschna
Zur Bewältigung der Schäden wurde der Ukrainische Fonds zur Wiederherstellung des kulturellen Erbes ins Leben gerufen. Er soll die Sicherung und Sanierung der beschädigten Kulturdenkmäler vorantreiben.
Bedeutung internationaler Unterstützung
Der Vorfall zeigt exemplarisch, vor welchen Herausforderungen die Ukraine beim Schutz ihres historischen und kulturellen Erbes in Kriegszeiten steht. Bereschnas Aufruf unterstreicht, wie entscheidend eine klare internationale Unterstützung und die eindeutige Zuschreibung der Verantwortung sind. Er verdeutlicht zudem die Forderung nach entschlossenerem Handeln internationaler Organisationen, um Kulturgüter in Konfliktregionen wirksam zu schützen.
Lesen Sie auch
- Lukaschenko verrät, wer Putin zum Rückzug aus Kiew gedrängt hat
- G7-Gipfel in Frankreich: Selenskyj fordert mehr Druck auf Russland
- Neue US-Sanktionen gegen Russland angekündigt: Selenskyj droht mit einem harten Winter
- G7-Gipfel einig: Putin will den Krieg trotz Friedenswunsch von 60% der Russen nicht beenden
- G7-Gipfel in Frankreich: Neues Sanktionspaket und Drohnen-Finanzierung – Selenskyj trifft Kanadas Premier
- Neues Sanktionspaket aus Kanada: 162 russische Ziele und ein Schlag gegen Moskaus Energieeinnahmen

