US-Finanzminister Bessent: Europas indirekte Kriegsfinanzierung über indisches Öl.
Europas widersprüchliche Rolle im Ukraine-Krieg
Nach Angaben von TSN.ua: US-Finanzminister Scott Bessent hat die europäischen Staaten für ihre Haltung im russischen Angriffskrieg gegen Ukraine scharf kritisiert. Seiner Ansicht nach finanzieren diese den Krieg weiterhin mit, indem sie über Indien verarbeitete russische Rohölprodukte kaufen. Für Bessent stellt dies einen schwerwiegenden Widerspruch dar: Europa, das selbst unmittelbar von den Folgen dieses Konflikts betroffen ist, unterstützt so indirekt den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Diese Praxis untergräbt die gemeinsame westliche Front gegen die russische Aggression.
Wirtschaftliche Interessen versus politische Prinzipien
Der Minister brachte es auf den Punkt: Die Europäer finanzieren damit letztlich den Krieg gegen sich selbst. Er wies darauf hin, dass die europäischen Länder sich bewusst gegen die von den USA verhängten Restriktionen beim Kauf russischen Öls über Indien entschieden haben. Hintergrund ist offenbar der Wunsch nach einem vorteilhaften Handelsabkommen. Das von Washington verhängte 25-Prozent-Zoll auf indische Käufe russischen Öls stellte für Europa kein Hindernis dar.
Als Hauptgrund für dieses Verhalten nannte Bessent das Streben nach günstiger Energie. Am 6. Februar hatten sich die USA und Indien zudem einem Handelsabkommen angenähert, das Zollsenkungen und vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit vorsieht. Diese Faktoren verdeutlichen aus Sicht des Ministers die komplexe und widersprüchliche Position Europas im Kontext des Ukraine-Kriegs. Die Abhängigkeit von billigen Energieträgern scheint hier stärker zu wiegen als außenpolitische Konsequenz.
'Die Kritik von Scott Bessent unterstreicht die Spannungen zwischen den europäischen Staaten und den USA in der Energiepolitik angesichts des Ukraine-Kriegs.' Quelle: US-Finanzminister Scott Bessent
Das fortgesetzte Engagement europäischer Staaten beim Kauf russischen Öls stellt ihre Entschlossenheit in der Sanktionspolitik gegen Moskau infrage. Dieses Thema dürfte auf künftigen internationalen Foren im Mittelpunkt stehen, während die NATO-Partner versuchen, einen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen und politischer Verantwortung zu finden. Die anhaltende Abhängigkeit von preiswerter Energie könnte europäische Länder weiterhin daran hindern, Entscheidungen zu treffen, die vollständig mit ihrer erklärten Haltung zur Ukraine im Einklang stehen.
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