Ukraine führt befristete Dienstverträge für Soldaten ein.
Neue Vertragsmodelle für den Militärdienst in der Ukraine
Nach Angaben von Espreso.tv: Das ukrainische Verteidigungsministerium hat angekündigt, ab dem 15. Juni 2026 neue Dienstverträge mit festgelegten Laufzeiten einzuführen. Ab diesem Datum können Soldaten zwischen Infanterie-Sturm-, Kampf- oder Basisverträgen in den Streitkräften der Ukraine sowie anderen Teilen der Verteidigungskräfte wählen. Diese Reform zielt darauf ab, die Dienstbedingungen transparenter und planbarer zu gestalten.
Bereits aktive Militärangehörige haben die Möglichkeit, neue Verträge mit Dienstzeiten von 6 bis 24 Monaten zu unterzeichnen. Ein zentrales Element ist die garantierte Freistellung nach Dienstende, die die bisherige Dienstzeit und Kampferfahrung berücksichtigt.
„Je nach Vertragstyp können die Laufzeiten zwischen 6 und 24 Monaten betragen, und nach Abschluss des Dienstes ist eine garantierte Auszeit vorgesehen, die die vorherige Dienstzeit und Kampferfahrung einbezieht“, erklärte Mychajlo Fedorow.
Verbesserte Dienstbedingungen
Bereits im Juli 2023 erhalten Soldaten neue Zahlungen, unabhängig davon, ob sie die neuen Verträge unterschreiben. Dies ist Teil der Bemühungen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Am 12. Juni 2023 wies Präsident Wolodymyr Selenskyj an, im Juni zusätzliche Vergütungen für das Militär sicherzustellen – ein klares Zeichen für den Fokus des Staates auf soziale Absicherung. Die neuen Verträge beinhalten zudem ein überarbeitetes Besoldungssystem, mehr Planbarkeit und mehr Kontrolle über den eigenen Dienstweg.
„Die neuen Verträge garantieren klare Dienstzeiten, garantierte Freistellungen danach, ein neues Vergütungssystem und mehr Vorhersagbarkeit sowie Eigenverantwortung im Dienst“, ergänzte Fedorow.
Für den Wechsel zu einem neuen Vertrag stehen Soldaten mehrere Wege offen: über die Plattform Armija+, in der Militäreinheit, über Reserw+ oder ein Rekrutierungszentrum. Diese Optionen vereinfachen den Abschluss neuer Vereinbarungen und helfen Militärangehörigen, ihren Dienst effizienter zu planen.
Die Einführung der neuen Dienstverträge unterstreicht das Bestreben des Verteidigungsministeriums, die Bedingungen für Soldaten zu verbessern und soziale Garantien zu wahren. Die garantierten Auszeiten und das neue Vergütungssystem könnten die Moral und Stabilität in den Streitkräften stärken – ein entscheidender Faktor angesichts der anhaltenden Kriegslage. Klare Dienstregelungen und die Möglichkeit, das Privatleben besser zu organisieren, könnten zudem neue Rekruten anziehen und so die Personaldecke der Armee nachhaltig sichern.
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