8. März: Vom Kampftag zum Feiertag – die bewegte Geschichte des Internationalen Frauentags.

8. März: Vom Kampftag zum Feiertag – die bewegte Geschichte des Internationalen Frauentags
8. März: Vom Kampftag zum Feiertag – die bewegte Geschichte des Internationalen Frauentags

Die historischen Wurzeln des Frauentags

Nach Angaben von Novyny.live: Der 8. März wird weltweit als Internationaler Frauentag begangen. Seine Ursprünge liegen in der globalen Bewegung für gleiche Rechte und Chancen von Frauen. Was heute gefeiert wird, begann als Symbol des Kampfes für Gleichberechtigung. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gingen in Europa und den USA Arbeiterinnen für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße – der Auftakt eines langen Weges.

Ein großer Marsch von Textilarbeiterinnen in New York im Jahr 1908 rückte soziale Ungerechtigkeit erneut in den Fokus. Die Idee eines internationalen Aktionstags wurde schließlich 1910 auf der Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen geboren, vorgeschlagen von der deutschen Aktivistin Clara Zetkin. Schon im Folgejahr, 1911, wurde der Tag erstmals in mehreren europäischen Ländern begangen.

Aktuelle Debatten und feministisches Engagement

Die Bedeutung weiblicher Proteste zeigte sich auch während der Februarrevolution 1917 in Russland, die durch Demonstrationen von Frauen in Petrograd mit ausgelöst wurde. Die Vereinten Nationen erkannten den 8. März schließlich 1975 offiziell als Internationalen Tag für die Rechte der Frau an.

In der Ukraine wird die Art des Gedenkens kontrovers diskutiert. Ein Vorstoß von Abgeordneten im Februar 2023, den Feiertag abzuschaffen, stieß auf breiten gesellschaftlichen Widerstand. Die feministische Bewegung bleibt aktiv: In Kiew ist für den 8. März ein Frauenmarsch gegen die geplante Novelle des Zivilgesetzbuches angekündigt. Bereits am 5. März demonstrierten Frauen in Odessa für ihre Rechte und zeigten so ihre anhaltende Entschlossenheit.

Der Internationale Frauentag behält somit seine Kraft als Symbol des andauernden Kampfes für Gleichberechtigung. Die Proteste und Märsche machen deutlich, dass diese Fragen nichts an Dringlichkeit verloren haben. Gerade in Zeiten des Krieges und gesellschaftlicher Umbrüche wird die Verteidigung der Frauenrechte als eine essentielle Aufgabe der ganzen Gesellschaft sichtbar.


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