Zahnstatus und Wehrdienst: Bei welchen Gebissproblemen die Musterung trotzdem positiv ausfällt.

Zahnstatus und Wehrdienst: Bei welchen Gebissproblemen die Musterung trotzdem positiv ausfällt
Zahnstatus und Wehrdienst: Bei welchen Gebissproblemen die Musterung trotzdem positiv ausfällt

Neue Maßstäbe für die Tauglichkeitsprüfung

Nach Angaben von TSN.ua: Das ukrainische Verteidigungsministerium hat die Kriterien für die Wehrdiensttauglichkeit im Kriegszustand angepasst. Mit der Verordnung Nr. 262 vom 27. April 2024 wurden die Vorschriften für die militärärztliche Untersuchung konkretisiert und teilweise gelockert.

Konkrete Neuregelungen für Zahnbefunde

Ein Mann kann demnach auch dann als voll diensttauglich eingestuft werden, wenn einer der folgenden dentalen Befunde vorliegt:

  • Fehlen von 10 oder mehr Zähnen in einem Kiefer, sofern diese durch eine herausnehmbare Prothese ersetzt sind;
  • Fehlen von 8 Backenzähnen (Molaren) in einem Kiefer;
  • Fehlen von jeweils 4 Backenzähnen im Oberkiefer auf einer Seite und im Unterkiefer auf der gegenüberliegenden Seite, auch bei Versorgung mit herausnehmbarem Zahnersatz;
  • Fehlen von 4 oder mehr Frontzähnen in einem Kiefer;
  • Lückengebiss, wenn der zweite Schneidezahn, der Eckzahn und der erste Prämolar hintereinander fehlen.

Weitere zahnmedizinische Gründe, die einen Dienst nicht mehr ausschließen, sind:

  • Ausgeprägte und komplizierte Karies an mehreren Zähnen;
  • Parodontitis;
  • Generalisierte Parodontose;
  • Chronische Erkrankungen der Mundschleimhaut, die therapieresistent sind;
  • Kiefer- und Zahnfehlstellungen, etwa Bissanomalien ohne Funktionsbeeinträchtigung.

Personen mit einem bestehenden Mobilisierungs-Schutz am Arbeitsplatz müssen sich für dessen Verlängerung nicht erneut der militärärztlichen Kommission stellen.

Die Änderungen zeigen, wie die medizinischen Tauglichkeitsnormen an die Erfordernisse des langandauernden Krieges angepasst werden. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Personalbedarfs sollen die neuen Regelungen dazu beitragen, mehr wehrfähige Personen für die Streitkräfte zu gewinnen.

Diese Praxis kann jedoch ethische Debatten über medizinische Mindeststandards und die gesundheitliche Belastung der Soldaten auslösen.

Quelle: Ministerium für Verteidigung der Ukraine

Die Regierung steht vor der schwierigen Aufgabe, die militärischen Notwendigkeiten mit dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung in Einklang zu bringen.


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